VATM-Pressestatement: Gigabit-Förderung braucht mittel- und langfristige Neuausrichtung

VATM-Pressestatement: Gigabit-Förderung braucht mittel- und langfristige Neuausrichtung

Berlin, 01. April 2026. Anlässlich des heutigen Förderaufrufs für Infrastrukturprojekte zur Gigabitförderung, den das Bundesdigitalministerium vorgestellt hat, erklärt VATM-Geschäftsführer Dr. Frederic Ufer:

„Einfachere und digitale Verfahren, klare Standards bei kommunalen Ausschreibungen und schnellere Umsetzungsphasen sind wichtige Elemente, um Förderprojekte und damit den Ausbau der Gigabit-Infrastruktur zu beschleunigen. Das Bundesdigitalministerium hat den Förderaufruf an den richtigen Stellen nachgeschliffen. Ebenso wichtig ist es, das bestehende Lückenschlussprogramm fortzusetzen. Nach wie vor ist entscheidend, dass öffentliche Mittel dort gezielt eingesetzt werden, wo der Markt eigenwirtschaftlich nicht zum Ziel kommt.

Der Gesetzgeber darf sich aber mittel- und langfristig nicht mit Korrekturen des bestehenden Förderregimes begnügen. Vielmehr braucht es eine grundlegende Neuausrichtung. Die anstehende Migration von DSL-Kupfer- auf Glasfaseranschlüsse wird den Markt in den kommenden Jahren grundlegend verändern und vor weitere Herausforderungen stellen. Es wäre ein strategischer Fehler, Förderpolitik und den künftigen Migrationspfad nebeneinanderherlaufen zu lassen. Nötig ist jetzt eine kohärente Gesamtstrategie, die den weiteren schnellen Glasfaserausbau, die Nachverdichtung von Homes Passed zu Homes Connected und die Versorgung schwer erschließbarer Haushalte von Anfang an eng miteinander verzahnt. Nur wenn die Politik hier endlich zukunftsgerichtet und entschlossen handelt, kann der Übergang zu einer leistungsfähigen und wettbewerblich organisierten Glasfaserinfrastruktur gelingen. Über dieses neue Förderregime müssen Politik und Branche zeitnah in den Austausch kommen.“