03 Juni FTTH Conference in London: Glasfaserausbau im europäischen Vergleich
Die FTTH Conference 2026 in London brachte erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Regulierung, Industrie und Finanzwelt zusammen, um über die Zukunft der europäischen digitalen Infrastruktur zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass sich die Debatte rund um den Glasfaserausbau zunehmend verändert: Neben dem weiteren Ausbau hochleistungsfähiger Netze rücken verstärkt Fragen der Investitionsfähigkeit, Resilienz und langfristigen regulatorischen Ausgestaltung in den Mittelpunkt.
Besonders interessant war der Austausch über die unterschiedlichen Markt- und Regulierungsbedingungen innerhalb Europas. Während einige Mitgliedstaaten bereits intensiv über die letzte Phase der Kupfer-Glasfaser-Migration diskutieren, stehen in anderen Ländern weiterhin Ausbaugeschwindigkeit, Wirtschaftlichkeit und Investitionsanreize im Vordergrund. Der Vergleich verschiedener nationaler Ansätze und praktischer Erfahrungen zeigte, wie unterschiedlich die Ausgangslagen innerhalb Europas weiterhin sind.
Im Fokus vieler Diskussionen standen zudem die Herausforderungen beim Ausbau in ländlichen und wirtschaftlich schwierigen Gebieten sowie die Frage, wie leistungsfähige und resiliente Netzinfrastrukturen langfristig gesichert werden können. Auch der vorgeschlagene Digital Networks Act (DNA) spielte dabei eine wichtige Rolle. Insbesondere bei Themen wie Kupfer-Glasfaser-Migration, Investitionsanreizen und der zukünftigen Ausgestaltung des europäischen Telekommunikationsrahmens wurde deutlich, wie eng regulatorische Entscheidungen mit den praktischen Herausforderungen des Glasfaserausbaus verknüpft sind.
Für den VATM bot die Konferenz eine wichtige Gelegenheit zum Austausch mit europäischen Institutionen, Regulierungsbehörden und Branchenvertreterinnen/-vertretern über die zukünftige Entwicklung des europäischen Telekommunikationsmarktes und die politischen Rahmenbedingungen für den weiteren Glasfaserausbau.