Drei-Länder-Konferenz: Wettbewerb in der DACH-Region vor neuer Phase

Drei-Länder-Konferenz: Wettbewerb in der DACH-Region vor neuer Phase

Wie entwickeln sich Wettbewerb und Regulierung in den Telekommunikationsmärkten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Drei-Länder-Konferenz des VATM in Köln. Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Regulierung, Wissenschaft und Verbänden kamen zusammen, um über Glasfaserausbau, Technologiewandel, Open Access und den künftigen europäischen Regulierungsrahmen zu diskutieren.

Deutlich wurde: Die Märkte der DACH-Region stehen vor ähnlichen Herausforderungen, entwickeln sich aber sehr unterschiedlich. Während Deutschland und Österreich beim Glasfaserausbau und insbesondere bei der Nutzung weiter Nachholbedarf haben, zeigt die Schweiz, welche Rolle kooperationsorientierte Marktmodelle spielen können. Zugleich verändern neue europäische und nationale Rahmenbedingungen die Ausgangslage. Mit dem geplanten Digital Networks Act rückt auf EU-Ebene ein neuer regulatorischer Rahmen in den Fokus; in Deutschland setzt die Bundesnetzagentur mit ihrem KGM-Konzept wichtige Impulse für fairen Wettbewerb, mehr Open Access und eine stärkere Aktivierung bereits erschlossener Haushalte.

Für die Branche war die Konferenz damit mehr als ein Ländervergleich. Sie zeigte, dass Wettbewerb, Investitionsanreize und Regulierung künftig noch stärker zusammengedacht werden müssen. Gerade in einer Phase, in der Glasfasermigration, neue Kooperationsmodelle und technologische Veränderungen ineinandergreifen, bleibt der Dialog zwischen Markt, Politik, Regulierung und Wissenschaft entscheidend. Der VATM wird diesen Austausch weiter vorantreiben – für tragfähige Rahmenbedingungen, Innovation und fairen Wettbewerb in den Telekommunikationsmärkten.