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VATM-Exkursion nach Norwegen: Exklusive Einblicke in einen der spannendsten Glasfasermärkte Europas 

Internationale Erfahrungen aus erster Hand, direkter Austausch mit Politik und Regulierung und exklusive Einblicke in einen Markt, der bei Glasfaser und Digitalisierung bereits deutlich weiter ist: Die VATM-Exkursion nach Norwegen bot unseren Mitgliedsunternehmen eine besondere Gelegenheit, zentrale Zukunftsfragen der Telekommunikationsbranche gemeinsam vor Ort zu diskutieren. 

Nach Exkursionen nach Schweden und Dänemark führte der VATM seine erfolgreiche Skandinavien-Reihe damit fort – mit 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Branche, der Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Dr. Daniela Brönstrup, und Susanne Ding vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. In den Gesprächsrunden mit Vertreterinnen und Vertretern aus norwegischer Politik und Regulierung ging es um die Frage, was Deutschland aus den Erfahrungen Norwegens für den weiteren Glasfaserausbau und vor allem für die Kupfer-Glas-Migration lernen kann. 

Gerade dieser direkte Austausch macht das VATM-Format besonders: regulatorische und politische Erfahrungen mit den Verantwortlichen vor Ort zu diskutieren und zugleich die deutschen Perspektiven unmittelbar mit BMDS und Bundesnetzagentur zu spiegeln. Zusätzliche Perspektiven brachten unsere Partner und Freunde aus Österreich sowie Vertreter aus der Wissenschaft in die Diskussion ein. 

Ein besonders spannender Blick galt der Kupfer-Glas-Migration. In Norwegen wurden am 2. September 2025 die letzten Kupfernetze abgeschaltet. Bemerkenswert ist dabei die Rolle des Incumbents Telenor, der die Migration selbst frühzeitig und konsequent vorangetrieben hat. 

Auch wenn sich die norwegischen Erfahrungen nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen lassen – Fläche, Netzstrukturen und Marktbedingungen unterscheiden sich deutlich –, war es umso wertvoller, die entscheidenden Erfolgsfaktoren vor Ort zu analysieren. Eine hohe Verfügbarkeit alternativer Anbieter, ein schneller Glasfaserausbau, ein verlässlicher und klar geregelter Migrationsprozess sowie eine gute und frühzeitige Kommunikation mit den Kunden zeichnen den norwegischen Telekommunikationsmarkt aus. Auch die Rolle des Regulierers wurde von den norwegischen Unternehmen übereinstimmend als konstruktiv und entgegenkommend beschrieben und damit ein deutlich harmonischeres Bild wiedergegeben als das was wir in Deutschland häufig wahrnehmen. 

Diese Erfahrungen sind für Deutschland hochaktuell. Wie kann der Übergang auf Glasfaser beschleunigt werden? Wie bleiben Wettbewerb und Wahlmöglichkeiten erhalten? Welche Rahmenbedingungen brauchen investierende Unternehmen? Und wie gelingt es, Kunden vom tatsächlichen Mehrwert der neuen Netze zu überzeugen? 

Eine Botschaft aus Norwegen blieb dabei besonders hängen: Glasfaser ist keine Commodity. Entscheidend ist nicht allein, wie viele Anschlüsse gebaut werden. Es geht darum, welche Möglichkeiten diese Infrastruktur eröffnet, welche Angebote auf ihr entstehen und welchen Mehrwert sie für Unternehmen und Verbraucher schafft. 

Für unsere Mitgliedsunternehmen bot die Exkursion damit weit mehr als einen internationalen Marktvergleich. Sie ermöglichte direkte Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Regulierung, Einblicke in die konkreten Erfahrungen eines fortgeschrittenen Glasfasermarktes und intensiven fachlichen Austausch innerhalb eines besonderen VATM-Netzwerks. 

Unser Dank gilt OFAA – Open Fiber Austria, Fiberforening.no und insbesondere Olav Ruhle von SBR-net Consulting, die mit ihrer Unterstützung und Expertise wesentlich zum Erfolg der Reise beigetragen haben. 

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