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24.09.2018

TEC-Jahrestagung: Richtiger Rechtsrahmen für FTTB/H-Investoren fehlt weiterhin – Voucher-Lösung stößt auf große Zustimmung

Intensiv über die Rahmenbedingungen für den Gigabit-Ausbau diskutierten die Panelisten und Gäste bei der TEC-Jahrestagung „Strategischer Ausblick auf den TK-Markt“ in Frankfurt am Main. „Es gibt zwar absolut begrüßenswerte Ansätze im Koalitionsvertrag, aber genau diese müssen jetzt mit Leben erfüllt werden, Daran fehlt es bislang“, sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner in der Runde „Das Gigabit-Zeitalter – Sind die richtigen Voraussetzungen gegeben?“ Der VATM war auch dieses Mal Kooperationspartner der TEC-Veranstaltung. Mit Grützner diskutierten der Vizepräsident der Bundesnetzagentur Dr. Wilhelm Eschweiler, der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek, Dirk Grewe, Director Regulatory Affairs, Telefónica Germany, und BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers.

Deutschland habe noch längst nicht den Rechtsrahmen, den die Unternehmen für einen planungssicheren Ausbau und ein sicheres Investment in den Glasfaserausbau dringend benötigen, so Grützner. Und er unterstrich: „Eine der wichtigsten Fragen ist, wie im Bereich des Vectoring der Glasfaserausbau schnell vonstattengehen soll, wenn es hier gleichzeitig zum Überbau bestehender Infrastruktur kommt – mit den entsprechenden Problemen für die Unternehmen, die in bisherigen Ausbau investiert haben.“ Hier stehe man noch am ganz am Anfang. Auch die Frage, wo konkret wann was gefördert werden soll, sei noch ungeklärt. „Es muss die verlorene Zeit aufgeholt werden, wenn wir die Ziele der Bundesregierung noch erreichen wollen“, sagte Grützner.  

Auf eine Frage von Moderatorin Ina Karabasz hin stimmte der überwältigende Teil der Gäste der Auffassung zu, dass es noch nicht den richtigen Rechtsrahmen für die Investoren gibt. Auch der Vorschlag Voucher einzuführen, um den eigenen wirtschaftlichen Ausbau zu fördern, stieß auf sehr große Zustimmung beim Publikum. „Voucher sind deutlich effizienter als direkte Förderung in den Tiefbau und das bedeutet nicht weniger, als dass man mehr Bürgerinnen und Bürger auf die hochleistungsfähige Netze bekommt. Das wiederum nutzt der Digitalisierung und gleichzeitig werden weniger Fördermittel verbraucht“, so VATM-Geschäftsführer Grützner.

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