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26.09.2018

Nutzen von Digitalisierung muss bei Bürgern und Unternehmen ankommen
NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart und VATM diskutieren in Brüssel den besten Weg in die Gigabit-Gesellschaft

Brüssel, 26. September 2018. „Wir wollen die PS auf die Straße bringen und für den Bürger sichtbare Verbesserungen in der digitalen Verwaltung und Infrastruktur schaffen“, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in seiner Keynote bei der Veranstaltung „Auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft: Die Digitalstrategie NRW 2018“ mit dem VATM in Brüssel. Gemeinsam schneller zum Gigabit-Ziel lautete das Motto in der NRW-Landesvertretung.

„Wir setzen auf den eigenwirtschaftlichen Netzausbau. Dort, wo er nicht möglich ist, unterstützen wir durch Förderprogramme und Beratung“, so Minister Pinkwart. Es gebe auch in Nordrhein-Westfalen deutlichen Nachholbedarf. Insbesondere mit Blick auf Schulen und Unternehmen müsse der Ausbau dringend beschleunigt werden. Man werde die Kommunen bei der Digitalisierung unterstützen, damit die Bürger und Unternehmen davon profitieren. Die Digitalstrategie NRW sei als solche ein Vorreiter für Europa und stehe auch nicht isoliert. „Wir brauchen eine ambitionierte europäische Politik, damit die ambitionierten Ziele unseres Landes umgesetzt werden können“, forderte Minister Pinkwart.
 
Aus Sicht von VATM-Präsident Martin Witt kommt die NRW-Digitalstrategie zum richtigen Zeitpunkt. Für ihn ist auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft unter anderem entscheidend: „Wir müssen für eine erfolgreiche Digitalisierung beides haben: die besten Netze und die besten Dienste!“ Nur ein funktionsfähiger Infrastruktur- und Dienstewettbewerb garantiere vielfältige Angebote, funktionierenden Verbraucherschutz, erschwingliche Preise, Innovationen, Investitionen und die Teilhabe an der fortschreitenden Digitalisierung, betonte Witt in seiner Keynote.

Die Frage, wie der Weg in die Gigabit-Gesellschaft effizient und dynamisch beschritten werden kann, diskutierten Prof. Pinkwart, die Europaabgeordnete Nadja Hirsch (FDP), Vorsitzende der FDP und Mitglied im Handels- und Auswärtigen Ausschuss des Europäischen Parlaments, Anthony Whelan, Direktor, Generaldirektion Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologien, EU-Kommission, Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverbands IT-Mittelstand und Dr. Christoph Clément, Mitglied der Geschäftsführung Vodafone Deutschland. Für den Mittelstand sei es wichtig, dass es auch bei 5G keine weißen Flecken gebe. Die Blutbahn der Unternehmen sei die Infrastruktur, verdeutlichte Dr. Grün. Wie VATM-Präsident Witt betonte Dr. Clément, dass 5G ein zentraler Hebel für die Digitalisierung sei und viel mit Glasfaserausbau zu tun habe. Er forderte auf, bei 5G schnellere Genehmigungsprozesse als bisher zu schaffen. Mit dem Kabelnetz mache man mit 25 Millionen gigabitfähigen Anschlüssen einen großen Schritt in die Gigabit-Gesellschaft. Im ländlichen Raum würde Vodafone auch mit den Kommunen zusammenarbeiten.

Einigkeit herrschte bei den Panelisten, wie wichtig es ist, die Verwaltungen, Schulen, Lehrer und Schüler für die Digitalisierung fit zu machen. Nadja Hirsch mahnte, Digitalisierung erfordere auch die Förderung des Einzelnen als Nutzer und als Arbeitnehmer. Auch über Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren oder die Anwendung der Blockchain-Technologie diskutierten die Panelisten und Gäste – moderiert von Markus Laqua von der renommierten Strategieberatung BearingPoint – bei der Veranstaltung in der Brüsseler NRW-Vertretung. Dabei wurde erneut deutlich: Konnektivität stellt das Rückgrat der Digitalisierung dar und digitale Anwendungen sind das neue Herz der Wirtschaft.

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