Unternehmensnachrichten

09.10.2017

Ericsson-ConsumerLab-Studie / Fernsehen im Jahr 2020: die Hälfte schaut mobil

  • Lineares Fernsehen und Video on Demand schon in drei Jahren gleichauf
  • TV- und Videokonsum auf mobilen Endgeräten steigt bis 2020 auf 50 Prozent, Smartphones werden rund die Hälfte davon ausmachen
  • Jeder Dritte wird bis 2020 Virtual Reality (VR) nutzen

Düsseldorf, 09. Oktober 2017. 50 Prozent des TV- und Videokonsums wird 2020 auf mobilen Bildschirmen stattfinden. Das ist das Ergebnis des 8. ConsumerLab TV- und Medienreports von Ericsson.

Das On-Demand-Fernsehen (Fernsehen abrufbarer Inhalte) wird bis 2020 weiterwachsen: auf fast 50 Prozent. Die Nutzung von mobilen Endgeräten (Tablets, Smartphones, Laptops) wächst verglichen mit 2010 um 85 Prozent. Auf das Smartphone wird 2020 etwa ein Viertel des TV- und Videokonsums entfallen, ein Anstieg von fast 160 Prozent seit 2010. Virtual Reality (VR) entwickelt sich immer mehr in Richtung Mainstream, 2020 wird bereits jeder Dritte die virtuelle Realität nutzen.

„Die Endverbraucher konsumieren nicht nur mehr Videoinhalte, es ändern sich auch die Nutzungsgewohnheiten. Das zeigt sich beim seit 2010 ungebrochenen Aufstieg des mobilen Fernsehens“, sagt Anders Erlandsson, Senior Advisor bei Ericsson ConsumerLab. „Erstmals haben wir dieses Jahr auch das Interesse an VR beim Medienkonsum untersucht – mit beeindruckenden Ergebnissen. VR hat das Potenzial, Menschen mit einem tiefergehenden und persönlicheren Medienerlebnis weltweit zusammenzubringen und schafft einen komplementären Medienkonsum. Die Kundenerwartungen an mobiles Fernsehen und On-Demand werden kontinuierlich steigen. Deshalb muss sich die Fernseh- und Medienindustrie auf personalisierte Dienste in bestmöglicher Qualität konzentrieren.“

TV- und Video-Konsum steigt – aber das Wie, Wann und Wo verändert sich
Mit 30 Stunden pro Woche verbringen die Menschen so viel Zeit mit Fernsehen und Videoinhalten wie noch nie zuvor. Dazu gehören der Konsum regulärer Fernsehprogramme, Internetdienste (live und On-Demand), heruntergeladene und aufgezeichnete Inhalte sowie DVD und Blu-Ray. Fast 60 Prozent der Zuschauer bevorzugen On-Demand-Inhalte anstatt regulärer Fernseh-programme. Das bedeutet einen Anstieg von etwa 50 Prozent seit 2010. Die durchschnittliche Anzahl genutzter On-Demand-Dienste pro Person stieg von 1,6 im Jahr 2012 auf 3,8 Dienste im Jahr 2017. Zwei von fünf Konsumenten bezahlen bereits heute für On-Demand-Fernsehen und Videodienste. Fast ein Drittel (32 Prozent) gibt an, dass sie ihre Ausgaben für On-Demand-Dienste in den kommenden sechs bis 12 Monaten erhöhen werden. Die Ortsunabhängigkeit wird zu einem immer wichtigeren Faktor, mehr als ein Drittel der Konsumenten wünscht sich Medienzugang außer Haus.

Medienkonsum auf dem Smartphone gewinnt an Popularität. Etwa 70 Prozent der Verbraucher sehen heute Videos auf ihrem Smartphone – doppelt so viele wie noch 2012. Das entspricht einem Fünftel des gesamten TV- und Videokonsums.

Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren konsumieren am meisten Inhalte (33 Stunden pro Woche), das sind knapp zehn Stunden mehr als 2010. Mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe nutzt On-Demand-Inhalte, zu fast 60 Prozent über mobile Endgeräte.

Auffinden von Inhalten immer noch eine Herausforderung
Die Ergebnisse der Studie zeigen weiterhin, dass sich die durchschnittlich aufgebrachte Zeit für die Suche von Inhalten auf fast eine Stunde täglich erhöht hat (13 Prozent mehr als letztes Jahr). Gleichzeitig haben die Konsumenten mehr Zugriff auf Fernseh- und Videodienste als jemals zuvor. Tatsächlich glaubt einer von acht Konsumenten, dass sie sich zukünftig in der schieren Menge an verfügbaren Inhalten überhaupt nicht mehr zurechtfinden werden.

Bei einem immer stärker fragmentierten Benutzererlebnis beurteilen sechs von zehn Konsumenten die Inhaltssuche als „sehr wichtig“, wenn sie einen neuen Dienst abonnieren. 70 Prozent wünschen sich eine universelle Suche für alle Fernseh- und Videoangebote.

Erfahrungen sind wichtig
Die soziale und immersive Qualität der VR-Technologie unterstützt dabei, dem Fernseherlebnis eine neue und nützliche Dimension hinzuzufügen. Wenn bis 2020 etwa ein Drittel aller Konsumenten VR nutzen wird, wird die Technologie eine besondere Rolle bei der Zukunft von Fernsehen und Video spielen.

Wenn sich Konsumenten immer stärker für VR interessieren, werden sich einige Dinge verändern müssen. Knapp 55 Prozent der Konsumenten, die einen Kauf von VR-Geräten planen, wünschen sich günstigere Headsets und knapp die Hälfte ist der Meinung, dass es mehr verfügbare immersive Inhalte geben sollte. Ein Drittel wäre mehr an VR interessiert, wenn sie ein VR-Paket ihres Fernseh- und Videoanbieters bekämen.

Die Konsumenten schätzen das qualitativ hochwertige Fernseherlebnis ebenso wie das immersive. Fast ein Viertel der befragten Konsumenten gibt an, dass sie bereits heute Zugang zu einem 4K UHD TV-Gerät haben und ein weiteres Drittel plant eine Anschaffung.

Über diese Studie
Es wurden quantitative Daten in 13 Ländern erhoben. Sie basieren auf rund 20.000 Online-Interviews mit Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren in Brasilien, Kanada, China, Deutschland, Indien, Italien, Russland, Südkorea, Spanien, Schweden, Taiwan, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Alle Teilnehmer haben zu Hause eine Breitband-Internetverbindung und nutzen Fernsehen oder Video mindestens einmal pro Woche. Qualitative Erkenntnisse wurden durch tiefgehende Interviews generiert, welche mit englisch-sprechenden VR-Nutzern in einer virtuellen Umgebung durchgeführt wurden.

Über das Ericsson ConsumerLab
Das Ericsson ConsumerLab untersucht seit mehr als 20 Jahren Verhalten und Werte von Menschen, insbesondere wie Menschen handeln und wie sie Produkte und -dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie bewerten. Es ermöglicht umfassende Einsichten in Markt- und Verbrauchertrends und stützt sich dabei auf Interviews mit jährlich 100.000 Einzelpersonen in über 40 Ländern, die statistisch 1,1 Milliarden Menschen weltweit repräsentierten.

Über Ericsson
Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. 40 Prozent des weltweiten Mobilfunkverkehrs werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen arbeitet Ericsson an der Vision einer vernetzten Zukunft, in der jeder Einzelne und jede Branche sein / ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 109.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2016 erwirtschaftete Ericsson einen Umsatz von 23,5 Mrd. EUR (222,6 Milliarden SEK). Ericsson ist an der NASDAQ OMX in Stockholm und der NASDAQ in New York gelistet.

In Deutschland beschäftigt Ericsson rund 2.000 Mitarbeiter an 11 Standorten – darunter rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

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