Unternehmensnachrichten

15.08.2017

Automotive Edge Computing Consortium: Ericsson gründet gemeinsam mit weiteren Technologie- und Industrieunternehmen Konsortium für Automotive Big Data

Düsseldorf, 14. August 2017. Gemeinsam mit der DENSO Corporation, der Intel Corporation, der Nippon Telegraph and Telephone Corporation (NTT), NTT DOCOMO, INC., dem Toyota InfoTechnology Center Co., Ltd. und der Toyota Motor Corporation gründet Ericsson das Automotive Edge Computing Consortium. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, eine Netz- und Recheninfrastruktur für den Datenaustausch mit vernetzten Fahrzeugen zu schaffen. Dadurch sollen Funktionen wie intelligentes Fahren und die Erstellung von Echtzeit-Kartenmaterial möglich werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Partnerunternehmen eine so breite Expertise im Konsortium vereinen können, um die Entwicklung von vernetzten Fahrzeugen voranzutreiben“, erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. „Die Digitalisierung im Bereich „Automotive“ bietet der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche neue Umsatzpotentiale. Allein im Feld „Connected Services“ sind bis 2026 14,6 Milliarden zusätzliche Umsätze in Deutschland möglich. Diesem Trend tragen wir mit unserem Engagement in verschiedenen Projekten wie dem Automotive Edge Computing Consortium oder auch dem in Deutschland aktiven 5G-ConnectedMobility-Konsortium Rechnung.“

Das Automotive Edge Computing Consortium konzentriert sich zunächst auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge-Computing. Auf diese Weise sollen große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen werden. Weitere Ziele sind die Definition von Anforderungen und die Entwicklung von Anwendungsbeispielen für den Einsatz von mobilen Endgeräten im Fahrzeug. Darüber hinaus fördert das Konsortium auch die Entwicklung von Best Practices für den Ansatz „Distributed / Layered Computing“, bei dem unter anderem die Rechenleistung dezentralisiert wird.

Das Datenvolumen, das zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen wird, steigt Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2025 auf zehn Exabytes pro Monat an. Das sind etwa 10.000 Mal mehr als heute. Dieser Trend erfordert neue Architekturen für die Netz- und Recheninfrastruktur. Sie müssen verteilte Ressourcen und Speicherkapazitäten unterstützen und mit bestehenden lokalen und internationalen Standards kompatibel sein. Dafür ist die Zusammenarbeit von Industriepartnern eine wichtige Grundlage.

Über 5G-ConnectedMobility
Bereits Ende 2016 initiierte Ericsson das Projekt 5G-ConnectedMobility. Auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ betreiben Ericsson und die Projektpartner eine dedizierte Netzinfrastruktur in realer Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug, Fahrzeug-zu-Infrastruktur und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Weitere Mitglieder des 5G-ConnectedMobility-Konsortiums sind die BMW Group, die Deutsche Bahn, die Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der TU Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA). Weitere Informationen unter: www.5G-ConnectedMobility.com

Über Ericsson

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. 40 Prozent des weltweiten Mobilfunkverkehrs werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen arbeitet Ericsson an der Vision einer vernetzten Zukunft, in der jeder Einzelne und jede Branche sein / ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

Das 1876 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 111.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet mit Kunden in 180 Ländern zusammen. 2016 erwirtschaftete Ericsson einen Umsatz von 23,5 Mrd. EUR (222,6 Milliarden SEK). Ericsson ist an der NASDAQ OMX in Stockholm und der NASDAQ in New York gelistet.

In Deutschland beschäftigt Ericsson 2.000 Mitarbeiter an 11 Standorten – darunter rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Der Hauptsitz ist Düsseldorf.

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