Unternehmensnachrichten

07.07.2016

tekit: Telefonische Belästigung: BNetzA wertet Ursachen für Beschwerden aus – TÜV kontrolliertes Anrufverhalten könnte Beschwerderückgang bewirken

Bonn, 5. Juli 2016. Die Anzahl der Verbraucherbeschwerden bei der BNetzA zu unangemessenem Anrufverhalten ist mit circa 29.500 nach wie vor auf einem hohen Niveau. Zur Ursachenanalyse hatte die Bonner Behörde einen Teil dieser Beschwerden näher ausgewertet. Das Ergebnis wurde der tekit Consult Bonn GmbH (TÜV Saarland Gruppe) kürzlich vorab präsentiert. Die Zahlen, die nun veröffentlicht worden sind, zeigen, dass ein erheblicher Teil der Beschwerden in Zusammenhang mit der Häufigkeit der Anrufversuche steht.

Die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur (BNetzA) bestätigen einmal mehr die Annahme des TÜV Saarland, dass zu viele Anrufversuche im Rahmen von Telemarketing-Kampagnen eine maßgebliche Ursache für die wahrgenommene Belästigung bei Verbrauchern darstellen.

Unter Auflage eines TÜV kontrollierten Anrufverhaltens dürften bis zu 30 Prozent weniger Beschwerden bei der BNetzA eingehen. Dies entspräche bei der derzeitigen Beschwerdelage einer Reduktion um etwa 9.000 Beschwerden pro Jahr, so Guido Hermanowski, Mitglied der Geschäftsführung bei der tekit.

Der TÜV Saarland bietet mit seinem „Standard für aktives Telefonmarketing“ (TR100) für Akteure in diesem Umfeld ein Rahmenwerk für die Durchführung von Telemarketing-Kampagnen mit angemessenem Anrufverhalten für eine verbraucherfreundliche Kundenansprache. Ein zentrales Element ist dabei die strenge Begrenzung der Anrufversuche.

Zur Darstellung der Zusammenhänge von Anrufhäufigkeit und Belästigungspotential bei Verbrauchern, hatte der TÜV Saarland unlängst ein umfangreiches White Paper erarbeitet. Dieses zeigt auf beeindruckende Weise, welche Vorteile die Orientierung an die TR100 bei der Durchführung von Telefonmarketing bewirken kann.

Die TR100 wurde vom TÜV Saarland entwickelt und ist seit Mitte 2013 veröffentlicht. Grundstein der Richtlinie bilden klare Definitionen für Parameter, die im Telemarketing Einfluss auf die Belästigung von Verbrauchern nehmen. Das Besondere: alle Definitionen sind so aufgebaut, dass sie eine lückenlose technische Überprüfbarkeit ermöglichen. Darauf aufbauend legt der TÜV Grenzwerte für das Anrufverhalten in den Kampagnen fest. Diese sollen den aktuellen gesellschaftlichen Konsens für Werbung am Telefon repräsentieren. So existieren Vorgaben zu zulässigen Anrufzeiten und zur Anzahl zulässiger Anrufversuche pro Tag, Woche und Kampagne. Der Standard regelt zudem die Klingeldauer und begrenzt die Zahl von Drop und Lost Calls.

Weitere Infos unter http://www.tuev-saar.de/de/telefonmarketing

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