Unternehmensnachrichten

29.09.2015

Ericsson-Studie: E-Band-Frequenzen lassen Richtfunkkapazität weiter steigen

- Der neue „Microwave Towards 2020“-Report von Ericsson zeigt, wie E-Band-Frequenzen künftige Kapazitätsanforderungen im Front- und Backhaul bewältigen können

- Der Report prognostiziert für Richtfunktechnologie Kapazitäten von mehreren Gigabit in traditionellen Frequenzbereichen und mehr als zehn Gigabit im Millimeterwellenbereich

- Multiband-Nutzung führt zu Paradigmenwechsel bei der Richtfunkplanung

Ericsson hat die aktuelle Ausgabe seines "Microwave Towards 2020"-Reports veröffentlicht, in dem das Unternehmen eine Reihe wichtiger Entwicklungen skizziert, die sich bis zum Ende des laufenden Jahrzehnts durchsetzen werden. Laut der Ericsson-Publikation wird die Richtfunktechnologie in traditionellen Frequenzbereichen Übertragungsraten mit mehreren Gigabit ermöglichen, im Millimeterwellenbereich (E- und V-Bänder) sogar mit mehr als zehn Gigabit. Die E-Band-Frequenzen sind besonders wichtig, um Kapazitätssteigerungen sowohl im Back- als auch im Fronthaul zu erreichen. Zudem wird sich die Richtfunkplanung auf eine Multiband-Nutzung einstellen müssen.

In den nächsten Jahren wird sich die Entscheidung, ob in Backhaulnetzen Glasfaser- oder Richtfunkverbindungen eingesetzt werden, weniger an Kapazitätsfragen als an der Verfügbarkeit einer Glasfaserinfrastruktur und den Gesamtbetriebskosten orientieren. Ericsson erwartet, dass Richtfunk im Backhaulbereich weiterhin die vorherrschende Technologie bleibt: Im Jahr 2020 werden 65 Prozent aller Mobilfunkbasisstationen über eine Richtfunklösung vernetzt sein. Eine Ausnahme stellen Märkte wie China, Japan, Südkorea und Taiwan dar, in denen umfassend in Glasfaserlösungen investiert wurde.

Mit Richtfunk können bereits heute die kompletten Kapazitätsanforderungen aller Standorte von Funkzugangsnetzen im Backhaulbereich bewältigt werden. Dies gilt sowohl für den aktuellen wie auch künftigen Bedarf. Bis zum Jahr 2020 wird die Technologie so weit fortgeschritten sein, dass auf traditionellen Frequenzen eine Kapazität von mehreren Gigabit und über zehn Gigabit im Millimeterwellenbereich unterstützt werden können.

Karolina Wikander, Leiter Microwave bei Ericsson: "Auf dem Weg zu 5G werden die Anforderungen an die Netzkapazitäten weiter steigen. Um hier Schritt halten zu können, sind kontinuierliche technologische Weiterentwicklungen erforderlich. Die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Netze muss neu überdacht werden. Einen entscheidenden Beitrag für Netzbetreiber, die auf möglichst wirtschaftliche Weise eine bestmögliche Leistungsfähigkeit und optimale Nutzererfahrung erreichen wollen, bieten Richtfunknetze. Diese Technologie wird auch in Zukunft die dominierende Lösung für den Backhaul-Einsatz bleiben."

Als besonders wichtig, um die Kapazitätssteigerungen sowohl im Front- als auch Backhaul zu bewältigen, wird sich dabei das E-Band-Spektrum erweisen. Im E-Band (70/80 GHz) wird das größte Wachstum stattfinden. Es wird im Jahr 2020 bereits bis zu 20 Prozent aller neuen Installationen ausmachen, traditionelle Frequenzen werden bei 70 Prozent liegen.

Ericsson erwartet mit dem Einstieg in die Multiband-Nutzung einen Paradigmenwechsel bei der Richtfunkplanung. So kann etwa eine Anbindung im E-Band eingesetzt werden, um die Kapazität einer Verbindung auf traditionellen Frequenzen um das Siebenfache zu steigern.



Weiterführende Informationen:

Die englischsprachige Original-Pressemeldung “Ericsson: E band spectrum key to boosting microwave capacity” finden Sie hier:
www.ericsson.com/news/150928-e-band-spectrum-key-to-boosting-microwave-capacity_244069645_c

Den neuen "Microwave Towards 2020"-Report von Ericsson können Sie hier herunterladen:
www.ericsson.com/news/150928-new-microwave-towards-2020-report_244069645_c

Wissenswertes zum Richtfunkangebot von Ericsson finden Sie auch hier:
www.ericsson.com/ourportfolio/products/microwave-networks

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