Unternehmensnachrichten

31.08.2015

Von Ericsson geleitetes Forschungsprojekt erobert Neuland bei Silizium-Photonik-Integration

- Neuer Silizium-Photonik-Chip erhöht Bandbreite, senkt Kosten und ermöglicht optisches Routing im Cloud- und im 5G-Zeitalter
- Erster Chip bereits in der Test- und Charakterisierungsphase
- IRIS-Projekt wird von der Europäischen Kommission mitfinanziert

Das von Ericsson geleitete IRIS-Projekt hat ein Schaltelement (Switch) auf Silizium-Photonik-Basis entwickelt, mit dem sich tausende optischer Schaltkreise auf einem einzelnen Chip unterbringen lassen. Der erste Chip dieser Art befindet sich bereits im Test- und Charakterisierungsstadium. Sollte dieses erfolgreich verlaufen, stellte dies einen wichtigen Durchbruch für die Branche dar und ebnete den Weg für eine neue Generation optischer Systeme, die in einem einzigen Gerät integriert sind.

Silizium-Photonik (engl.: Silicon Photonics) setzt Silizium als minaturisiertes optisches Medium ein, um mit sehr hohen Geschwindigkeiten Daten zu übertragen und Schaltvorgänge zu realisieren. Entsprechende Lösungen reduzieren den Stromverbrauch und die Umweltbelastung und steigern zugleich die Kapazität, was unterm Strich zu niedrigeren Betriebskosten führt.

Das IRIS-Projekt wird von der Europäischen Kommission als ein Specific Target Research Project (STREP) als Teil des Siebten Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung (FP7) mitfinanziert. Ziel des Projektes ist es, einen rekonfigurierbaren WDM-photonischen Switch hoher Kapazität zu realisieren. Dabei kommt Silizium-Photonik-Technologie zur monolithischen Integration von Schaltkreisen auf einem einzelnen Chip zum Einsatz.

Ein solcher Chip wird es Netzbetreibern ermöglichen, die Leistungsfähigkeit ihrer Netze weiter zu steigern und die Kapazität der Netzknoten zu erhöhen, was zum Betrieb künftiger 5G-Netze und der Cloud erforderlich ist. Dieses Ziel kann durch eine hohe Integration von Funktionen – wie Hochgeschwindigkeitsübertragung, Vermittlung und Interkonnektivität – auf demselben Chip erreicht werden.

Ein Beispiel für Lösungen, die bereits mit Silizium-Photonik-Technik arbeiten, stellt das preisgekrönte Hyperscale Datacenter-System 8000 von Ericsson dar. Dank seiner optischen Verschaltung (Interconnect) sinken die Gesamtbetriebskosten von Rechenzentren erheblich.

Peter Christy, Research Director beim IT- Beratungsunternehmen 451 Research: "Optische Schaltelemente werden bei der künftigen Weiterentwicklung von Rechenzentren eine entscheidende Rolle spielen. Silizium-Photonik bringt deutliche Vorteile bei den Kosten und bei der Energieeffizienz. Mit seiner Cloud-Initiative und dem HDS 8000 gehört Ericsson zu den Pionieren bei der kommerziellen Nutzung von Silizium-Photonik in Rechenzentren. Solche Systeme zeigen das Potential dieser Technologie deutlich auf."

Alle wesentlichen Patentvorschläge haben Ericsson-Forscher in Pisa erarbeitet und eingereicht.

Die Leitung des Projektkonsortiums liegt bei Ericsson. Zu den weiteren Mitgliedern gehören ST Microelectronics (Italien), CEA-LETI (Frankreich), CNIT (Italien), die Universität Trient (Italien), die Universitat Politecnica de Valencia (Spain), die Technische Universität Wien (Österreich) und das Electronics and Telecommunications Research Institute (Südkorea).

WEITERE INFORMATIONEN:
Ausführliche Informationen zum IRIS-Projekt finden Sie hier:
www.ict-iris.eu.

Professionelles Film- und Audiomaterial von Ericsson finden Sie unter:
www.ericsson.com/broadcast_room

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