Unternehmensnachrichten

17.08.2015

TÜV Standard für aktives Telefonmarketing – Veröffentlichung White Paper zur TR100:2013

- Deutlich geringeres Belästigungspotential bei TÜV Saarland Kampagnen im Vergleich zu Branchenkodizes -

Bonn – Telefonmarketing gilt nach wie vor als ein wichtiger Vertriebskanal in beinahe allen Branchen und den Sales-Bereichen unterschiedlicher Unternehmen sowie bei vielen Dienstleistern. Dennoch werden Aktivitäten im Bereich Tele-Sales in der Öffentlichkeit oftmals als für den Verbraucher störend, in einzelnen Fällen sogar als belästigend empfunden. Um dem zu begegnen, unterziehen sich die Outbound-Callcenter teilweise selbst und freiwillig Anforderungen von Verbänden, alles um das Image der Branche in ein besseres Licht zu stellen.

Der TÜV Saarland Standard für aktives Telefonmarketing – kurz TR100:2013 – widmet sich in erster Linie dem Schutz der Verbraucher vor Belästigung durch unangemessenes Anrufverhalten beim Telefonmarketing. Das White Paper vergleicht die möglichen Auswirkungen bei der Anwendung der Verbandsvorgaben im Vergleich zum TÜV Saarland Standard. Dabei wird eine Abschätzung des Belästigungspotentials durch Telefonmarketing bei Ausnutzung der Grenzwerte für Anrufe dargestellt. Insbesondere auf die als besonders störend empfundenen Anrufereignisse Drop Call (Abgebrochener Anruf) und Lost Call (Verlorener Anruf) geht das White Paper des TÜV Saarland ein. Das Dokument verdeutlicht, wie eine B2C Telemarketing Kampagne jeweils die maximal zulässigen Anrufe und Grenzwerte nach TÜV Saarland Standard, CCV/DDV Kodex und der BITKOM Selbstverpflichtung voll ausschöpft und welche Abweichungen sich daraus ergeben können.
Die vom TÜV Saarland dargestellte Abschätzung des Belästigungspotenzials basiert auf Statistikdaten einer real durchgeführten Kampagne mit 10.000 Zielpersonen. Die zulässigen Grenzwerte wurden anhand eines Modells zur Hochrechnung ermittelt.

„Mit der Veröffentlichung des White Papers und anhand der Modellrechnung wird schnell klar, dass klare Definitionen geschaffen werden müssen. Anrufverhalten ist nicht gleich Anrufverhalten, insbesondere was die Verhaltenskodizes der Verbände betrifft. Wie die im White Paper vorgestellte Modellrechnung zeigt, liegt das Belästigungspotential bei der Durchführung einer Telemarketingkampagne nach den Regeln des CCV/DDV bis zu 2,4 -fach und bei BITKOM bis zu 3,6-fach höher als im Vergleich einer Kampagne nach TÜV Saarland Standard. Hochgerechnet auf die Gesamtzahl durchgeführter Telemarketinggespräche in Deutschland (die Schätzungen gehen da weit auseinander und liegen zwischen 380 Mio. und mehr als 1 Mrd. Gesprächen pro Jahr) ist damit das potentiell belästigende Grundrauschen beachtlich. Es lässt sich nur erahnen, welchen Belästigungsgrad Call Center auslösen, die keinem der Verbände angehören und gänzlich ohne Verhaltenskodex agieren.“, so Philipp Frenz, Leiter Recht der tekit Consult Bonn GmbH. Der Jurist der tekit war maßgeblich an der Weiterentwicklung der TR100:2013 beteiligt.

Der Standard für aktives Telefonmarketing TR100:2013 des TÜV Saarland bietet im Bereich der gewerblichen Telefonie die Basis für aktive B2C-Telefonmarketingkampagnen. Dabei geht es in erster Linie um den Schutz der Verbraucher vor belästigenden Anrufen bei erteilter Einwilligungserklärung.

Die TR100:2013 stellt den Akteuren des umkämpften Dialogmarketingmarktes somit eine unabhängige und verbraucherfreundliche Vorgabe zur Kontaktaufnahme im Rahmen von Kampagnen zur Verfügung. Die Einhaltung des Standards TR100:2013 kann durch eine lückenlose, neutrale Überprüfung bei der Durchführung von Kampagnen mithilfe individueller TÜV-Testierungen wirkungsvoll dokumentiert werden. Marktteilnehmer, die gemäß der TR100:2013 telefonieren und dies auch nachweisen möchten, haben die Möglichkeit, sich bei einem Betreiber eines für dieses Verfahren zertifizierten Erfassungssystems (Plattformbetreiber) anzumelden. Einzelne Kampagnen können dann durch den TÜV testiert werden.

Der Schutz der Verbraucher steht dabei im Focus der stetigen Weiterentwicklung des Standards. Im Zuge dieser dynamischen Weiterentwicklung findet eine kontinuierliche Beobachtung der Marktgegebenheiten statt.

Für Rückfragen stehen die Sachverständigen der tekit Consult Bonn GmbH jederzeit zur Verfügung.
>>> zum White Paper


Über die tekit Consult Bonn GmbH:
Die tekit Consult Bonn GmbH hat sich auf die Prüfung von Produkten und Dienstleistungen zur TÜV-Zertifizierung durch den TÜV Saarland spezialisiert. Das ITK-Spezialunternehmen der TÜV Saarland-Gruppe prüft auf bewährte Sicherheitsprofile hin, z. B. ISO, BSI oder Bundesnetzagentur. Seit der Gründung im Jahr 2000 bietet die tekit Dienstleistungen in den Bereichen Informationstechnologie, Telekommunikation, Datenschutz und Energie an. Die interdisziplinären Sachverständigen der tekit unterstützen Sie bei der Überprüfung Ihrer Produkte, Systeme und Prozesse. Basierend auf speziell entwickelten Anforderungskatalogen führen IT-Experten und Juristen der tekit Prüfungen in den Bereichen Informationstechnologie, Datenschutz und Telekommunikation durch. Hierzu zählen die Prüfungen zur Zertifizierung mobiler Applikationen, die Durchführung von Audits im Bereich Datenschutz oder die Prüfung von Zahlungssystemen.

Weitere Informationen zur tekit Consult Bonn GmbH finden Sie unter www.tekit.de.

Kontakt:
ppa. Philipp Frenz
Rechtsanwalt / Leiter Recht
tekit Consult Bonn GmbH
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53111 Bonn
pfrenz@tekit.de
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