Unternehmensnachrichten

09.10.2014

Heiße Diskussion zwischen Fabien Nestmann, Uber und Thomas Jarzombek, MdB über neue Personenbeförderungsmodelle

Berlin, 09.10.2014

Als Alternative zu einer Taxifahrt transportieren Fahrer des 2009 in San Francisco gegründeten Unternehmens Uber ihre Fahrgäste nun auch in Deutschland. Uber funktioniert als eine App-gestützte Plattform zur Personenbeförderung, auf der sich Privatpersonen als Fahrer mit ihren Kunden spontan vernetzen können. Doch werden diese neuen Geschäftsmodelle in Deutschland die alten ablösen und inwieweit muss sich die Politik einmischen?

Dies war das Thema des UdL Digital Talks, der am Mittwoch, 8. Oktober, im BASE_camp in Berlin unter dem Motto „Neue digitale Geschäftsmodelle – schneller als die Politik erlaubt?“ stattfand. Es diskutierten Thomas Jarzombek MdB, netzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, und der Sprecher von Uber Deutschland, Fabien Nestmann.

Die Firma Uber sei kein Arbeitgeber, sondern biete einen sogenannten ride-sharing-Dienst, erklärte Nestmann die Position des Unternehmens, daher handle es sich um nicht gewerbliche Gelegenheitsarbeit. Schließlich besäße die Plattform keine Fahrzeuge, denn die Fahrer nutzen jeweils ihre privaten Autos. Nichtsdestotrotz räumte er ein, dass ein gesetzlicher Rahmen erforderlich sei.

Im weiteren Verlauf der Diskussion führte Jarzombek MdB aus, dass ab dem 01. Januar 2015 ein Mindestlohn für Taxifahrer von 8,50 Euro die Stunde gelte. Es müsse letztendlich einen Wettbewerb auf Augenhöhe geben: „Was soll das für ein Wettbewerb sein, wenn der eine den Mindestlohn zahlt und der andere nicht?“

Mehrmals versicherte der Uber-Sprecher, es sei nicht das Ziel, das bestehende Taxigewerbe zu ersetzen, sondern das Angebot zu erweitern. „Wir bringen Menschen von A nach B - Es ist wirklich kein Teufelswerk“, versuchte er die Aufregung zu dämpfen. „Wir können auch Uber mit zwei Pünktchen schreiben, damit es besonders deutsch aussieht.“, so Nestmann.

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