Unternehmensnachrichten

08.05.2014

Ericsson betont Chancen der Industrie 4.0 für die deutsche Wirtschaft

Vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft hat Ericsson auf der gestrigen VATM-Veranstaltung „Tele-Kompass“ in Berlin die Chancen herausgestellt, die sich für die deutsche Wirtschaft beim Zukunftsthema „Industrie 4.0“ ergeben. „Wir glauben, dass wir uns mit dem „Internet der Dinge“ an der Schwelle zu einer neuen industriellen Revolution befinden, die ähnlich einschneidend wie diejenigen sein wird, die die Dampfmaschine oder das Fließband jeweils ausgelöst haben“, sagte Stefan Koetz, Geschäftsführer der Ericsson GmbH. „Das stellt hohe Anforderungen an uns – etwa bei der Datensicherheit. Die Industrie 4.0 eröffnet aber gerade der deutschen Wirtschaft mit einem innovativen, exportorientieren Mittelstand große Chancen, ihre Wettbewerbsposition zu verteidigen.“

Eine der Voraussetzungen dafür, bei der Industrie 4.0 und damit gesamtwirtschaftlich erfolgreich zu sein, sei der Ausbau einer geographisch flächendeckenden Breitbandabdeckung, ohne die neue Geschäftsmodelle wie Connected Cars nicht erfolgreich werden könnten. Ein weiterer wichtiger Baustein bestände darin, Netzbetreibern die Möglichkeit einzuräumen, bestimmten Anwendungen wie der automatisierten Gefahrenwarnung von Auto zu Auto oder der Datenübertragung chronisch kranker Patienten, immer Vorrang vor der Übertragung weniger wichtiger Dienste wie zum Beispiel Internetvideos einzuräumen.

Dr. Ferdinand Pavel, Manager beim Veranstaltungsgastgeber DIW econ, erklärte: „Nach einer Studie des DIW im Auftrag des VATM betrug der gesamtwirtschaftliche Anteil am BIP-Wachstum in den letzten 10 Jahren, der auf die Nutzung von Breitbandinternet zurückgeführt werden kann, fast unglaubliche 41 Prozent.“ In einer Diskussionsrunde betonten die teilnehmenden Berliner Politiker die Perspektiven, die sich beim Thema „Industrie 4.0“ ergäben: „Industrie 4.0 ist eine große Chance für Deutschland und daher schon heute als Zukunftsfeld ein wichtiger Teil unserer Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Wir wollen uns um die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen kümmern, damit die Digitalisierung der Industrie zügig vorangehen kann, zum Beispiel Breitbandausbau, IT-Sicherheit oder MINT-orientierte Schul- und Berufsausbildung“, sagte Nadine Schön, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion. Schön weiter: „Eine erfolgreiche Transformation unserer weltweit erfolgreichen Wirtschaft hin zu Industrie 4.0 kann jedoch nur funktionieren, wenn Industrie, insbesondere der Mittelstand, und innovative IT-Unternehmen und Forscherteams besser verknüpft werden."

Einen weiteren Akzent setzte bei der Diskussionsrunde der Sprecher der AG Digitale Agenda der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Klingbeil. „Es ist wichtig, die Bereiche Start-Up-Förderung,  Verknüpfung von klassischer Industrie und Digitalisierung, Rückgewinnung technologischer Souveränität als Voraussetzung aller Entwicklungspotentiale, auch der Beschäftigungspotentiale, zu berücksichtigen.“

Dieter Janecek, wirtschaftspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und Vertreter der Opposition in der Runde, sieht in der Digitalisierung große Potenziale, Produktionsprozesse zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten: „Diese nachhaltigen Unternehmensformen müssen stärker gefördert werden, auch und vor allem durch entsprechende Forschungsförderung. Die Gründungsbedingungen für Start-Up-Unternehmen, die in der Digitalwirtschaft eine Katalysatorenrolle einnehmen, sollten verbessert werden.“

Nach Auffassung des VATM-Geschäftsführers Jürgen Grützner sei ein funktionierender Wettbewerb beim Breitbandausbau unverzichtbare Basis für eine Erfolgsstory der Digitalisierung in Deutschland.

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