Pressemitteilungen

20.08.2009

VDSL-Verhandlungen mit der DTAG sind gescheitert

BREKO und VATM fordern schnelle Entscheidung des Regulierers

Die Verhandlungen des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) und des Verbandes der Anbieter von Telekommunikationsund Mehrwertdiensten (VATM) mit der Deutschen Telekom AG (DTAG) über den lange geforderten Zugang zur VDSL-Infrastruktur der DTAG sind ergebnislos beendet worden. Dieser Zugang zu bestimmten VDSL-Vorleistungen der Telekom gegen Entgelt ist für Investitionen anderer Anbieter in alternatives VDSL und damit den weiteren Breitbandausbau notwendig.

„Auch beim heutigen Gespräch konnte kein Konsens zwischen den Marktteilnehmern erreicht werden“, teilen die beiden Verbände mit. Für mögliche Coinvest Modelle sahen die Beteiligten heute ebenfalls keine Chance, konkrete Verhandlungen weiterzuführen, bevor nicht die beantragten Regulierungsentscheidungen erfolgt sind.

Die Deutsche Telekom AG hatte noch kürzlich in einer Pressemitteilung geäußert, dass die Branche möglichst schnell Planungssicherheit benötige, um die Breitbandziele der Bundesregierung umsetzen zu können. Das unterstützen auch die beiden Verbände. „Es kann aber keinesfalls sein, dass Planungssicherheit ausschließlich zu den Konditionen der Deutschen Telekom zu erhalten ist“, kritisieren BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers und VATMGeschäftsführer Jürgen Grützner unisono.

„Wir appellieren dringend an die Bundesnetzagentur, über eine wettbewerbsgerechte Ausgestaltung der Rahmenbedingungen inklusive fairer Preise zu entscheiden. Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass sie allen Marktteilnehmern und Investoren gleichermaßen Anreize für den weiteren Breitbandausbau bieten“, so Grützner und Albers.

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