Pressemitteilungen

02.04.2009

Wir werden die Weißen Flecken schließen

VATM: Breitbandversorgung ist kein Platz für politische Spielchen

Als völlig unverständlich hat VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner die Drohung der Deutschen Telekom AG (DTAG) bezeichnet, die Schließung der weißen Flecken auf den Prüfstand zu stellen. „Seit über einem Jahr arbeiten wir gemeinsam mit der Deutschen Telekom an Plänen, die Versorgung auf dem Land gemeinsam mittels modernster Technologie zu verbessern, da der Festnetzausbau in diesen Gebieten jahrelang als völlig unwirtschaftlich abgelehnt wurde“, erläutert Grützner. „Umso überraschender kam dann zu Weihnachten das Angebot der Telekom an die Politik doch zwei MBit/s per Festnetz zu realisieren - allerdings unter der Bedingung höherer Vorproduktpreise.“ Durch diesen Schachzug, so Grützner, hätten letztlich die Wettbewerber den Ausbau für die Deutsche Telekom bezahlt.

Wer nun auf Grund einer Preissenkung von weniger als drei Prozent beim wichtigsten Vorleistungsprodukt, der TAL, politisch Druck mache und mit dem Ausbaustopp drohe, zeige, dass es nicht um die Sache geht, sondern um die Durchsetzung unternehmenspolitischer Strategieziele. Grützner: „Die Telekom versucht weiterhin, Wettbewerb zu verhindern oder zu verdrängen.“ Anstatt an der gemeinsamen wirtschaftlich sinnvollen Ausbaustrategie festzuhalten, bemühe sie sich nun andere Wettbewerbsvorteile wie Regionalisierung der Regulierung oder aber Regulierungsabbau politisch zu erreichen.

„Die aktuelle TAL-Entscheidung führt nicht zu einem Stopp der Investitionen in den Breitbandausbau“, erklärt Grützner. „Unsere Unternehmen haben die alternativen Techniken, um attraktive und kostengünstige Lösungen zur Schließung der weißen Flecken zu realisieren. Wir setzen weiter auf modernste Funktechnologien. Wir warten dabei nicht auf die Digitale Dividende, sondern nutzen bereits verfügbare Mobilfunk-, Richtfunk- aber auch Satelliten-Technologie. Wo es bereits heute möglich ist, bauen unsere Unternehmen auch Glasfasernetze auf dem Land, die dem Festnetzausbau der DTAG weit überlegen sind.“

Aber genau hierfür benötigten die Wettbewerber deutlich mehr Unterstützung durch die Politik. „Es war immer der Wettbewerb, der die schnellsten und preiswertesten Lösungen zum Bürger gebracht hat“, erinnert der VATM-Geschäftsführer. „Wer heute noch auf steuersubventionierte, unwirtschaftliche Monopole setzt, verspielt die Zukunft des Technologie- und Wirtschaftsstandortes Deutschland.“

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de