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05.04.2006

Ex-ante-Regulierung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk schafft verbesserte Wettbewerbsbedingungen

VATM erwartet deutliche Spreizung der Entgelte zwischen großen und kleinen Netzbetreibern

Die Bundesnetzagentur hat heute den Entwurf für eine Regulierungsverfügung veröffentlicht, nach der die Terminierungsentgelte im Mobilfunk ex-ante reguliert werden sollen. Die im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) vertretenen Festnetzanbieter halten eine ex-ante Regulierung für das richtige Instrument, um bestehende Wettbewerbsverzerrungen zwischen Mobilfunk und Festnetz zu beseitigen. Damit auch zwischen den beiden großen Netzbetreibern T-Mobile und Vodafone auf der einen und den kleinen Netzbetreibern E-Plus und O2 auf der anderen Seite Chancengleichheit hergestellt wird, wird eine an den tatsächlichen Kosten orientierte Spreizung der Terminierungsentgelte erwartet.

"Die aktuellen Terminierungsentgelte im Mobilfunk orientieren sich anders als im Festnetz nicht an den tatsächlichen Kosten der Netzbetreiber. Eine ex-ante-Regulierung ist daher die geeignete Maßnahme, um überhöhte Terminierungsentgelte zu senken und damit die Wettbewerbsnachteile der Festnetzbetreiber zu beseitigen", wertet Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. "Wichtig ist ferner, dass zwischen den Terminierungsentgelten der großen und kleinen Netzbetreiber differenziert wird."

Denn O2 und E-Plus seien nicht nur durch ihren späten Markteintritt im Nachteil gegenüber T-Mobile und Vodafone, so Grützner weiter. Aufgrund der ihnen zugeteilten 1800er-Frequenzen mussten sie auch erheblich mehr Sendestationen bauen und das damit verbundene Investment in deutlich kürzerer Zeit leisten.

„Nur eine differenzierte Entgeltregulierung schafft Chancengleichheit sowohl zwischen Festnetz und Mobilfunk als auch zwischen den vier Mobilfunk-Netzbetreibern. So wird auch der Verbraucher durch sinkende Telefonkosten profitieren", so Grützner abschließend. 

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Corinna Keim
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