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13.04.2006

Bundesnetzagentur legt neue Zusammenschaltungstarife fest

VATM begrüßt Impuls für stärkeren Infrastrukturwettbewerb

Die Bundesnetzagentur hat heute die Entgelte für die Zusammenschaltung, der so genannten Interconnection (IC), zwischen dem Netz der Deutschen Telekom AG (DTAG) und denen der Wettbewerber neu festgesetzt. Im für die Infrastrukturanbieter wesentlichen lokalen Bereich wurde der Tarif um fast zwölf Prozent auf 0,52 Cent pro Minute merklich gesenkt. Forderungen der DTAG, die Zusammenschaltungstarife auf lokaler Ebene um mehr als zehn Prozent zu erhöhen, wurden hiermit eine klare Absage erteilt.

Der VATM begrüßt das wirtschaftlich sowie wettbewerbspolitisch positive Signal zur Stärkung des Infrastrukturwettbewerbs: „Auch wenn der Regulierer unserer Forderung nicht in voller Höhe nachgekommen ist, erhalten insbesondere die Unternehmen, die in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau ihrer Breitbandnetze investiert haben, durch die heutige Entscheidung die für weitere Investitionen notwendige Planungssicherheit,“ bewertet Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, die aktuelle Vorgabe der Bundesnetzagentur. Die heute veröffentlichten Preise gelten ab Juni 2006.

Die Entscheidung berücksichtigt die Nachfrage der Netznutzung auf lokaler Ebene und trägt der Preisentwicklung im internationalen Vergleich Rechnung. So haben zum Beispiel jüngste Vergleichsmarktstudien gezeigt, dass die Preise auf lokaler Ebene in Vergleichsländern wie Großbritannien und Italien in der Zwischenzeit zum Teil noch deutlicher gefallen sind.

„Auch die Verbraucher profitieren von günstigen IC-Preisen, denn nach wie vor bilden die Zusammenschaltungsentgelte einen wesentlichen Bestandteil der Endkundenpreise,“ betont Jürgen Grützner abschließend.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
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