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06.06.2006

Deutsche Telekom beugt sich bei DSL Resale dem Druck des Regulierers

VATM kritisiert nicht erfolgte Prüfung der Einmal-Entgelte

Die Bundesnetzagentur hat heute das Verfahren der nachträglichen Entgeltregulierung zu DSL Resale eingestellt, nachdem die Deutsche Telekom AG (DTAG) Ende vergangener Woche den Wettbewerbsunternehmen ein Angebot zu verbesserten Konditionen unterbreitet hatte. Danach steigt der den Wiederverkäufern zur Deckung ihrer Kosten eingeräumte Rabatt von 11,5 auf 20 Prozent.

„Zum wiederholten Male handelt die Deutsche Telekom erst unter dem Druck einer drohenden Regulierung“, wertet Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbandes VATM. „Damit führt der Incumbent seine immer wieder vorgebrachte Forderung, auf den TK-Märkten in Deutschland auf Regulierung zu verzichten, selbst ad absurdum. Die Tatsache, dass die Telekom sich auch bei den DSL Resale-Abschlägen erst kurz vor einer möglichen Entscheidung der Beschlusskammer bewegt hat, zeigt ganz klar, dass sich das ehemalige Staatsunternehmen nach wie vor wo irgend möglich wie ein Monopolist verhält und erst auf Druck einer Behörde seine Vertragskonditionen teilweise anpasst.“

In völlig unnötiger Weise, so Grützner weiter, würden durch die Vorgehensweise der Telekom auch die Ressourcen der Bundesnetzagentur gebunden. Ihr mute die DTAG zu, ein Verfahren zu eröffnen und bis zur Beschlussfindung durchzuführen, um dann wenige Tage vor einer Entscheidung endlich ein Angebot vorzulegen. „Die Telekom sollte die Regulierungsverfahren der Bundesnetzagentur nicht strategisch missbrauchen, wenn ihr Wunsch nach weniger Regulierung glaubhaft sein soll“, fordert der VATM-Geschäftsführer.

Kritisch sieht Grützner, dass angesichts der Verfahrenseinstellung die so genannten Einmalentgelte nicht auf den Prüfstand gehoben worden seien: „In der Diskussion um die Reseller-Rabatte bei DSL Resale wird häufig übersehen, dass die Telekom den Wettbewerbsunternehmen zusätzlich auch verschiedene Einmal-Entgelte in Rechnung stellt. So beispielsweise eine Gebühr für die DSL-Bereitstellung in Höhe von knapp 80 Euro, Entgelte für das Upgrade auf höhere Bandbreiten oder die Einrichtung von Fast Path.“

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