Pressemitteilungen

15.06.1998

VATM hält Höhe der Wechselgebühren nur teilweise für gerechtfertigt

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hält die Höhe der sogenannten Wechselgebühren, die in der Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vom 15. Juni 1998 festgelegt wurde, für nur zum Teil akzeptabel. Verabschiedet wurde ein Stufenmodell, demzufolge die Deutsche Telekom AG für den technischen Aufwand, der ihr entsteht, wenn ein Kunde dauerhaft zu einem Telekom-Konkurrenten wechselt (Pre-Selection), im laufenden Jahr jeweils ein Entgelt in Höhe von 27 Mark, im kommenden Jahr 20 und ab dem Jahr 2000 einen Betrag von maximal zehn Mark einmalig erheben darf.

Damit blieb der Regulierer zwar erheblich unter den von der Deutschen Telekom beantragten Entgelten, die bei 49 Mark für 1998, 35 Mark für 1999 und 20 Mark ab dem Jahr 2000 gelegen hatten, und die auch bereits im Vorfeld der Entscheidung vom Bundeskartellamt als zu hoch eingestuft worden waren. Für Gerd Eickers, Geschäftsführer des VATM; in dem sich 34 private Telefongesellschaften zusammengeschlossen haben, ist die jetzt gefallene Entscheidung der Regulierungsbehörde allerdings nur eingeschränkt akzeptabel: "Grundsätzlich halten wir ein Entgelt von 10 Mark für angemessen, auch im Hinblick auf international übliche Größenordnungen. Sogar mit den 20 Mark im kommenden Jahr können wir im Prinzip leben - allerdings nur unter der Voraussetzung, daß die Deutsche Telekom auf Klagen gegen die Entscheidung verzichtet und unsere Mitglieder endlich Planungssicherheit bekommen."

Eine Wechselgebühr von 27 Mark für das laufende Jahr sei, so Eickers weiter, jedoch nach Meinung des VATM deutlich überzogen. Denn "durch hohe Wechselgebühren wird der Beginn von echtem Wettbewerb, vor allem im Privatkundenbereich, weiter auf die lange Bank geschoben".

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