Pressemitteilungen

30.11.1998

DIHT kritisiert Verzögerungstaktik in der Telekommunikation - Höhere Grundgebühr aus Verbrauchersicht erklärungsbedürftig

Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) bedauert die fortgesetzte politische Einflußnahme auf den Regulierungskurs in der Telekommunikation. Das Hinauszögern der für den 30.11.98 angekündigten Entscheidung zur Teilnehmeranschlußleitung verlängere die Investitionsunsicherheit bei den neuen Anbietern im Telekommunikationsmarkt. Damit bleibe der volkswirtschaftlich erwünschte Wettbewerb im Ortsnetz weiterhin blockiert. Erst wenn auch hier Wettbewerb einsetze, werde etwa eine breitere Internet-Nutzung beflügelt.

Durch die Interventionen von außen werde das Telekommunikationsgesetz unterlaufen . Das Gesetz stelle klar, wie der Preis für die Überlassung des Kupferdrahtes zu bestimmen ist. Preisverhandlungen seien bewußt nicht vorgesehen. Das Vorgehen der Regulierungsbehörde könne folglich nicht beanstandet werden.

Völlig unverständlich sei, warum neue Anbieter plötzlich parallel in weitere Netze investieren sollten. Damit verstärke man nur die Überkapazität. Den Nutzern bzw. der Bevölkerung müsse vor allem noch erklärt werden, warum man sich politisch für eine höhere Grundgebühr stark mache. Dies bedeute nichts anderes als höhere (Lebenshaltungs-)Kosten für die Nutzung der elektronischen Medien.

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