Pressemitteilungen

29.01.1999

VATM: Wettbewerb darf nicht durch Dumpingpreise ausgehebelt werden

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) verfolgt die neuerdings äußerst aggressive Preispolitik der Deutschen Telekom AG (DTAG) mit gespanntem Interesse. "Ein ganzes Jahr lang mußten wir die Telekom zum Jagen tragen, um bei den Ferntarifen für die Kunden eine Preisreduzierung um bis zu 70 Prozent zu erreichen. Jetzt versucht sie uns zu jagen", kommentiert Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, den neuen Tarif-Antrag, den der Ex-Monopolist der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) jetzt vorgelegt hat. Darin will sich die DTAG einen Minutenpreis von sechs Pfennig in den Abend- und Nachtstunden für bundesweite Ferngespräche und drei Pfennig für den Ortsbereich genehmigen lassen. "Wettbewerb kann nur funktionieren, wenn er mit fairen Mitteln ausgetragen wird und nicht vom marktbeherrschen Unternehmen durch Dumpingpreise ausgehebelt wird." Jürgen Grützner zeigte sich überzeugt, daß die Regulierungsbehörde den Antrag der DTAG daraufhin sicherlich sehr sorgfältig prüfen werde. "Sollte die RegTP den Antrag dennoch genehmigen, so kann ich mir nicht vorstellen, daß dies ohne eine gleichzeitige Senkung der Interconnection-Tarife geschehen wird."    

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
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