Pressemitteilungen

17.03.1999

Regulierer weist Telekom offensichtliches Preisdumping nach

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hat die Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), die von der Deutschen Telekom AG (DTAG) geplante Einführung eines Ortstarifes von drei Pfennig pro Minute zwischen 21.00 und 6.00 Uhr nicht zu genehmigen, positiv bewertet. Leider sei jedoch der abendliche Ferntarif von sechs Pfennig pro Minute nicht ebenfalls mit derselben konsequenten Haltung gestoppt worden.

Der Branchenverband sieht sich durch die RegTP in seiner Auffassung bestätigt, daß ein Minutenpreis von drei Pfennig für Ortsgespräche eindeutig im Bereich des Dumpings liegt und somit den offensichtlichen Versuch der DTAG darstellt, ihre Wettbewerber vom Markt zu treiben. Es sei aber die Aufgabe der RegTP, dafür zu sorgen, daß sich die DTAG dem Wettbewerb stellt und ihn nicht durch Marktverdrängungstaktiken verhindert. Mit ihrer Entscheidung habe die RegTP dem Aufbau bzw. dem Erhalt der entstandenen Wettbewerbsstrukturen den Vorrang eingeräumt.

"Unter diesen Gesichtspunkten ist die Entscheidung der RegTP, dem Antrag der DTAG auf einen Minutenpreis von sechs Pfennig bei Ferngesprächen zwischen 21.00 und 6.00 Uhr zu entsprechen, unverständlich für den VATM", erklärte Hans-Peter Kohlhammer, Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten. Hier stelle sich schließlich das Kosten-Preis-Verhältnis ähnlich dar wie bei den jetzt untersagten drei Pfennig im Ortsbereich. Der VATM stehe jeder Preissenkung, die dem Kunden zugute kommt, positiv gegenüber, wenn sie nicht ganz offensichtlich. dazu diene, den Wettbewerb auszuhebeln. "Ziel der DTAG war es nicht, den Verbrauchern niedrigere Preise anzubieten, sondern durch Marktverdrängung mittelfristig wieder höhere Preise durchsetzen zu können."

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Leiterin Kommunikation und Presse
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