Pressemitteilungen

10.11.2000

T-Online räumt Dumping-Strategie ein

Im Vorfeld der Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post zur Einführung einer Flatrate scheint es erhebliche Unstimmigkeiten zwischen der deutschen Telekom AG (DTAG) und ihrem Tochterunternehmen T-Online zu geben.

Wie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) bereits seit Monaten vermutet, fährt das Unternehmen T-Online aufgrund seines wettbewerbsbehindernden Preisdumpings massive Verluste ein. "Wenn selbst das größte deutsche Online-Unternehmen im Bereich Internetzugang angeblich nicht kostendeckend arbeitet, wird sich im gesamten Internetbereich kein gesunder Wettbewerb entwickeln", erklärt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM.

T-Online selbst hatte zur Begründung des massiven Defizits anläßlich seiner Neunmonatszahlen hauptsächlich die Einführung des pauschal und nicht nach Nutzungsdauer berechneten Internetzugangs (Flatrate) angeführt.
Demgegenüber im Widerspruch steht ganz offensichtlich die Erklärung der Telekom bei einem soliden Business Case könne jeder einen Internet-Pauschaltarif zu wirtschaftlichen Konditionen anbieten. Man sei schließlich nicht für schlechte Geschäftspläne der Wettbewerber auf dem Online-Markt verantwortlich.

"Es muss nun endlich Schluss sein mit massiven Dumpingpreisen, die in diesem wichtigen Zukunftsmarkt zu einem ruinösen Verdrängungswettbewerb führen werden und damit zu Lasten der Verbraucher gehen," fordert Grützner.

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