Pressemitteilungen

27.02.2002

Technologische Möglichkeiten bleiben weiter ungenutzt

Regulierer zögert neue Nutzungsmöglichkeiten in der Funktechnologie hinaus

Wieder einmal zögert die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) eine Möglichkeit hinaus, die Rahmenbedingungen für die Anbieter neuer Technologien zu verbessern. "Die WLL-Technik kann viel mehr als der Regulierer erlaubt, und dies ist der Behörde seit langem bekannt," so Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Die Regulierungsbehörde gestattet nach wie vor, die Funktechnologie nur für den Teilnehmeranschluss zu nutzen, jedoch nicht auch für den Transport von breitbandigem Datenverkehr. "Dies wäre aber heute technisch realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll. Die Regulierungsbehörde sollte möglichst schnell handeln und die Rahmenbedingungen sofort anpassen," so Grützner weiter.

Nach Ansicht des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sind Technik- und Marktentwicklung über die Prognosen der Regulierungsbehörde zum Zeitpunkt der Lizenzvergabe längst hinweggegangen. Sogar der Wettbewerb auf dem Mietleitungsmarkt könnte laut VATM durch die Öffnung der Wireless Local Loop Technik angekurbelt werden. Damit hätten sogar die bereits in Insolvenzverfahren befindlichen Unternehmen eine deutlich bessere Chance, wieder in den Markt einzutreten oder aber an neue Interessenten verkauft zu werden.

Auch im internationalen Vergleich, wo derartige technische Anwendungen längst ermöglicht wurden, fällt Deutschland nun weiter zurück. Ebenso der von der RegTP angebotene 28-GHz-Bereich bietet keine wirkliche Alternative, da hierfür teurere Technologie erforderlich ist, was einen weiteren Rückschritt für den Markterfolg bedeutet.

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