Pressemitteilungen

23.12.2002

Preisdumping der Telekom

Regulierer fordert Anpassung von Geschäftskundenverträgen

Drei Jahre nach ersten Beschwerden der Wettbewerber hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) nun in zwei Verfahren (Beschlüsse 09.12.02 und 16.12.02) Dumpingpreisangebote der Deutschen Telekom AG (DTAG) angegriffen. Im Rahmen von sog. TDN- bzw. T-VPN- Verträgen für Sprachtelefondienst hatte sie Wettbewerbern Großkunden - auch Städte und Gemeinden - abgejagt. Bis 1. April 2003 muss die DTAG nun die von der RegTP beanstandeten Verträge anpassen und - wie von ihr verlangt - Preiserhöhungen vornehmen.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes für Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM): "Schon vor vielen Monaten haben wir vor den `Billig-Verträgen` mit der DTAG gewarnt. Jetzt zeigt es sich, dass die Wettbewerber zu Recht die Dumpingpreise der DTAG beanstandet hatten. Wir sind froh, dass die Regulierungsbehörde nun klare Worte gefunden hat und bereit ist, unzulässige Angebote an Geschäftkunden aus dem Markt zu nehmen. Auch eine Bevorzugung von bestimmten Geschäftskunden gegenüber Privatkunden durch die DTAG kann so vermieden werden. Letztlich ist dies auch ein wichtiger Meilenstein, Verdrängungswettbewerb zu verhindern. Wir werden abwarten müssen, ob die DTAG versuchen wird auch diese für den Wettbewerb wichtige Entscheidung des Regulierers gerichtlich zu stoppen. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde öffnet den Weg für mehr Rationalität im Markt und fairen Wettbewerb.

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Leiterin Kommunikation und Presse
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