Pressemitteilungen

31.01.2003

Telekom verspricht Analog-Kunden Preissenkung im Ortsnetz

VATM: Marketinggag für eine Mogelpackung

Die ab morgen gültigen neuen Ortsnetz-Tarife für Analoganschlüsse der Telekom entpuppen sich, so der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), in der Praxis weitestgehend als Mogelpackung.

Zum einen bleiben die Tarife in der gerade im Ortsnetz meistgenutzten Hauptzeit nach wie vor unverändert. Die nun erfolgten Preissenkungen von durchschnittlich 4,2 Prozent sind für die Kunden werktäglich lediglich in den späten Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden sowie an Feiertagen und Wochenenden nutzbar.

"Von 50 Prozent - wie von der Bildzeitung verkündet - wird in der Praxis gar keine Rede sein," so Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. Erst mal zahlt der Kunde mehr, denn erkauft werden die Preisreduzierungen zunächst mit einer Erhöhung der Monatsgebühren um rund 3 Prozent. Und der Preis ändert sich nur deshalb, weil der Zeittakt von 2,5 auf 4 Minuten verlängert wird. Der ausgelobte Minutenpreis von 1,5 Cent ist also ein rein theoretischer Wert. Denn selbst ein kleines Ortsgespräch oder das Auflegen bei sich einschaltendem Anrufbeantworter kostet den vollen Preis.

Bei den Wettbewerbsunternehmen erfolgt die Abrechnung im Gegensatz dazu überwiegend meist sogar im Sekundentakt, eine auch nach Meinung der Verbraucherschützer für den Kunden extrem faire, weil kostengünstige Variante.

Angesichts dieser Fakten stellt sich die Preissenkung der Telekom im Ortsnetz dem VATM eher als eine Marketingaktion dar.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de