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20.05.2003

Missbrauch von 0190er/0900er Nummern wird morgen den Bundestag erneut beschäftigen

VATM fordert weitergehende Schritte für einen wirksamen Verbraucherschutz

Zwei Tage vor der Stellungnahme des Bundesrates zum Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von 0190er/0900er Rufnummern beschäftigt sich am morgigen Mittwoch der Bundestag im Rahmen einer Anhörung erneut mit dem für die Nutzer von Mehrwertdiensten so wichtigen Thema.

Der Gesetzentwurf geht zwar einige Problembereiche an, zur Bewerkstelligung eines wirksamen Verbraucherschutzes sind aus Sicht des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) jedoch weitergehende Schritte erforderlich. Hier sieht er sich in Einklang mit den Verbraucherverbänden und der Freiwilligen Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste e.V. (FST). Dazu gehört die Einführung einer zentralen Datenbank bei der RegTP zur einheitlichen Erfassung der Anbieter von 0190er-Mehrwertdiensten - wie es auch im politischen Raum vehement gefordert wird. Eine solche Datenbank wäre dringend notwendig, um Verbrauchern Informationen über entsprechende Anbieter zu verschaffen. "Der Regulierer muss hier stärker in die Pflicht genommen werden und bei der Inanspruchnahme von Mehrwertdiensten dafür Sorge tragen, dass ein Missbrauch von vornherein ausgeschlossen ist," erklärt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. "Die beinhaltet auch die Einhaltung der Zuteilungsregeln von Rufnummern. Nur so kann das Vertrauen der Verbraucher in das 0190er-Geschäftsmodell wieder gestärkt werden."

Neben der erhöhten Transparenz durch die Datenbank-Lösung müssen Dialer zudem einer separaten Rufnummerngasse zugeordnet werden. Sie sind damit für den Kunden schon an der Telefonnummer zu erkennen. Dieser umfassende Kundenschutz ist einfach, transparent und ohne jede Bürokratie umsetzbar.

Ein generelles Inkassoverbot packt das Problem nicht an der Wurzel. In der überwiegenden Zahl der Fälle würden seriöse Angebote von 0190er Nummern, die beispielsweise den Abruf von Informationen bei Verbraucherzentralen, TV- und Radiosendungen oder der Stiftung Warentest bereitstellen, vielmehr erheblich benachteiligt und mit einer für den Kunden nicht verständlichen Trennung von Rechnungsstellung und Inkasso einhergehen.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
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