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11.03.2004

Bilder, Busen, Bettgeflüster: Service-Rufnummern sind ?Mehr - wert?!

VATM startet Informationskampagne zum Auskunfts- und Mehrwertdienstemarkt

Nicht nur als schlichtes Kommunikations- und Kontaktmedium wird das Telefon von Unternehmen aller Branchen zunehmend geschätzt. Im Einsatz als interaktives Instrument zur Kundenbindung ist das Telefon gefragt wie nie zuvor — wann immer z.B. die Meinung des Verbrauchers von Nutzen ist, wer als deutscher Superstar zum Grand Prix darf oder ob Müller Milch wirklich schmeckt.

Möglich machen das die sogenannten Service-Rufnummern. Marken- und Handelsunternehmen, Kunden, Verlage, Fernsehsender, Rundfunkanstalten - sogar Verbraucherzentralen, Beratungshotlines, Behörden und Ämter haben die innovativen Möglichkeiten zur Kundenbindung und -betreuung, zur Interaktion mit Zuschauern, Lesern und Hörern längst für sich entdeckt.

Die ganze Vielfalt des Telefonierens rund um solche Rufnummern wie 0180 und 0800, 0137, 0190, 0900 und 118xy stellt nun eine vom VATM in Auftrag gegebene Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste (WIK) vor. Dieser vergleichsweise junge Markt, der mittlerweile fast 7% zum Umsatz in der gesamten Festnetzkommunikation beiträgt und ein geschätztes Umsatzvolumen von fast 2 Mrd. € ausmacht, hat in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren.

„Gerade in diesem Segment des Telekommunikationsmarktes zeigt sich mit Blick auf Produkte, Dienste, Preispolitik und Abrechnung eine hohe Innovationskraft. Durch den Einsatz intelligenter Technologien, die weit mehr als die reine Vermittlung von Telefongesprächen leisten, sind eine Vielzahl von hochqualifizierten und kapitalintensiven Arbeitsplätzen im technischen Bereich entstanden. Daneben hat die Einrichtung von Arbeitsplätzen im Bereich von dienste- und produktorientierten Kundenbedürfnissen, insbesondere in Call Centern, positive Impulse für den Arbeitsmarkt gesetzt,“ erläutert Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM.

Für die Volkswirtschaft hat dieser innovative Milliardenmarkt zu hohen Investitionen geführt. Ein aktuelles Beispiel ist das Transaktions-TV. Insbesondere aus Sicht der Medienunternehmen bieten sich hier völlig neue Formate von Wettshow, Quiz, Umfragen, Infoabruf oder Abstimmungen über SMS oder 0137 Service-Rufnummern. Darüber hinaus sind neue Formen der Organisation von Geschäftsprozessen entstanden — etwa im Banken- und Handelsbereich. Die Veränderung durch moderne Telekommunikation, z.B. durch Freephone und Shared Cost Dienste, hat zu einem hohen Kundenservice und sinkenden Kosten geführt und deutliche Produktivitätsfortschritte in Gang gesetzt.

„Der weitere Erfolg des Marktes hängt im wesentlichen aber auch davon ab, dass die Kunden Vertrauen zu ihm haben und nicht durch teils unsaubere Praktiken Verbraucher und Öffentlichkeit verunsichert werden“, warnt Jürgen Grützner. „Missbräuche müssen daher im Vorfeld konsequent verhindert werden. Eine transparente Preis- und Produktpolitik unterstützt hier die Missbrauchsprävention. Dies gilt auch für den Bereich Mobile Marketing und Premium SMS.“

„Es darf auch nicht durch eine Überregulierung dazu kommen, dass die für Deutschland notwendigen Investitionen in diesen Milliardenmarkt ins Ausland umgelenkt werden,“ erklärt Jürgen Grützner.

Ein wichtiges, aber auch kontroverses Thema erwartet uns. Unter dem Motto „Quo vadis Auskunfts- und Mehrwertdienstemarkt?“ veranstaltet der VATM am 11. März 2004 einen Informationsabend in Berlin. „Wir wollen zeigen, dass Service-Rufnummern im Spannungsfeld von Nachfrage und Kundenschutz eben ‘mehr wert’ sind als nur Bilder, Busen und Bettgeflüster,“ so Grützner.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de