Pressemitteilungen

13.06.2008

Telekom will TAL-Preise um bis zu 70 Prozent erhöhen

Mit deutlicher Kritik reagiert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner auf die neuesten Preisvorstellungen der Deutschen Telekom AG. „Es ist unglaublich, in welchem Maße die Telekom versucht, an der Preisschraube zu drehen“, so Grützner. „Bei den Einmalentgelten für die Teilnehmeranschlussleitung hat der Ex-Monopolist bei der Bundesnetzagentur bis zu 70 Prozent höhere Entgelte beantragt als die derzeit genehmigten. Das ist völlig inakzeptabel und keinesfalls sachlich begründbar. Die beantragten Entgelte liegen deutlich über den Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung. Hier ist die Bundesnetzagentur gefordert. Die Entgelte müssen regulatorisch sogar deutlich abgesenkt werden.“

Die Einmalentgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) werden von den Wettbewerbern an die Telekom für die Bereitstellung dieses Anschlusses bezahlt. Sie haben wesentlichen Einfluss auf die Endkundenpreise. Die Bundesnetzagentur muss die Preise für die hierfür erforderlichen Leistungen der DTAG erneut genehmigen. Da unter anderem der verdi-Tarifabschluss von 2007 und seine Auswirkungen bei der Preisfestlegung berücksichtigt werden sollten, hat die Regulierungsbehörde 2007 die Entgelthöhe nur für ein Jahr festgelegt.

Der neue Entgeltantrag der DTAG berücksichtigt jedoch nicht die deutlichen Einsparungen aufgrund des Tarifabschlusses des vergangenen Jahres. „Dabei rechnet die Telekom selbst laut eigener Pressemitteilung vom 29. Juni 2007 mit Einsparungen von bis zu 0,9 Mrd. Euro bis zum Jahr 2010. Geringere Personalkosten und technisch bedingte Effizienzsteigerungen müssen berücksichtigt werden“, fordert Grützner.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de