Pressemitteilungen

07.09.2004

VATM fördert Dialog in der Telekommunikationsbranche

Verband feiert siebenjähriges Bestehen mit Sommerfest in Berlin

Am gestrigen Abend feierte der Branchenverband VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) mit einem Sommerfest sein siebenjähriges Bestehen. Besonderes Highlight der Veranstaltung in Berlin war eine Gastrede von René Obermann, Vorstand T-Mobile International, der von 1995 bis 1996 als Vorsitzender des damaligen Verbandes der Anbieter von Mobilfunkdiensten (VAM) zu den Gründungsvätern des Verbandes zählte. Die Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Presse hatte der Vizepräsident des Verbandes, Harald Stöber, Vorstandsvorsitzender der Arcor AG & Co. KG, übernommen.

Stöber nutzte die Gelegenheit zu einem Rückblick auf sieben bewegte Jahre, der zugleich auch den Blick in die Zukunft bestimme. Meilensteine in der Verbandsgeschichte auf dem Weg zu mehr Wettbewerb waren die Auseinandersetzungen um die Preisfestsetzung zur Teilnehmeranschlussleitung, die Diskussion um Netzbetreiber ohne Netz, das Thema Inkasso und die Einführung des entfernungsunabhängigen Tarifsystems EBC im Rahmen der Zusammenschaltung.

Einen Höhepunkt in der Verbandsarbeit markiert die 2004 nach einem wahren Verhandlungsmarathon mit der Deutschen Telekom herbeigeführte Einigung bei Inkasso und Fakturierung sowie die Verabschiedung des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG), durch das ein ausgewogener und tragfähiger Kompromiss für die Wirtschaft erreicht worden sei.

Gleichwohl stelle das neue TKG „nur die Begrenzungslinien des Spielfeldes dar, die Spielregeln müssen jedoch noch gestaltet werden“. „Ruhige Zeiten sind auch in der Auseinandersetzung um die Telekommunikations-Überwachungsverordnung (TKÜV) und die Kundenschutzverordnung nicht zu erwarten“, so Stöber weiter. „Zumindest hier verlaufen jedoch die Schnittlinien anders als bisher: Die Deutsche Telekom ist gleichermaßen betroffen“. Stöber appellierte an die Politik, das Machbare im Auge zu behalten und die Unternehmen nicht mit den Kosten für die Überwachungsmaßnahmen alleine zu lassen.

T-Mobile-Chef René Obermann hob in seinem Beitrag die Rolle des Wettbewerbs in liberalisierten Märkten hervor. Dabei griff er die Einladung zum Dialog auf und betonte die gemeinsamen Interessen der Branche. So warnte er vor der „Flut von Verordnungen“, die auf der Grundlage des in diesem Jahr verabschiedeten neuen TKG auf die Unternehmen zukomme.

Entsprechend dem Motto des Verbandes „Wettbewerb verbindet“ sei es wichtig, zukünftig auch im Interesse des Standortes Deutschland gemeinsam politisch zu handeln, um die Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Wettbewerb auch im internationalen Umfeld für Netzbetreiber und Diensteanbieter zu gestalten.

Das in diesen sieben Jahren gemeinsam Erreichte will der Verband auch zukünftig im Sinne von „Wettbewerb verbindet“ weiter gestalten, Berührungsängste weiter abbauen und die bisher erfolgreiche Arbeit für den Wettbewerb im Dialog miteinander fortsetzen.

Beim anschließenden Sommerfest im Kastaniengarten der Menardie, unmittelbar an der Spree gegenüber dem Kanzleramt gelegen, hatten die Gäste an diesem schönen Spätsommerabend Gelegenheit, Erfahrungen und Argumente in gemütlicher Runde zu vertiefen.

Über den VATM

Der VATM repräsentiert den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt.

Im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) haben sich mehr als 50 der im deutschen Markt operativ tätigen Telekommunikations- und Multimediaunternehmen zusammengeschlossen. Alle stehen im Wettbewerb zum Ex-Monopolisten Deutsche Telekom AG. Sie repräsentieren rund 80 Prozent des von den privaten Anbietern erzielten TK-Gesamtumsatzes.

Der VATM arbeitet für die Schaffung fairer und chancengleicher Rahmenbedingungen für die privaten TK-Unternehmen. Der VATM sieht sich als Sprachrohr für die Anliegen und Forderungen von bereits etablierten Wettbewerbsunternehmen ebenso wie von Neueinsteigern. Der Verband verfolgt das Ziel, Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die allen Unternehmen im TK-Markt eine faire Chance, Planungssicherheit und Investitionssicherheit bieten. Dies gilt für Unternehmen, die neue Infrastruktur schaffen ebenso wie für solche, die innovative Dienste und Services ohne eigenes Netz anbieten. Büros in Berlin und Brüssel pflegen die dazu notwendigen intensiven Kontakte zu den branchenrelevanten Institutionen und politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- wie EU-Ebene.



(v.l.n.r.) Harald Stöber, Vorstandsvorsitzender der Arcor AG & Co. KG und VATM-Vizepräsident , René Obermann, Vorstandsvorsitzender T-Mobile International, und Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. (Hochauflösende Grafik)

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de