Pressemitteilungen

25.11.2004

Breitband und Mehrwertdienste eröffnen neue Dimension der Telemedizin

VATM: Bei elektronischen Gesundheitsdiensten Maut-Debakel verhindern

Bei der Verbesserung der Qualität, Effizienz und Kostenoptimierung im Gesundheitswesen kommt den Informations- und Kommunikationstechniken künftig eine Schlüsselrolle zu. Eines der Hauptziele zur Verwirklichung von elektronischen Gesundheitsdiensten ist eine schnelle Kommunikation und Vernetzung zwischen den unterschiedlichen medizinischen Versorgungsebenen.

Zentrale Voraussetzung bleibt der Zugang zu und die verlässliche und sichere Kommunikation über Netze und Dienste der verschiedenen Anbieter. Ebenso wichtig für Innovation und Kostenoptimierung im Gesundheitswesen ist aber auch die Transparenz und Vielfalt von Angeboten, um die spezifischen Anforderungen der Kunden schnell bedienen zu können.

„Es geht um 80 Millionen in Deutschland versicherte Patienten. Soll ein ähnliches Debakel wie bei der LKW-Maut verhindert werden, darf ein Projekt von dieser Größenordnung nicht von einem einzigen Generalunternehmen abhängen und Monopolstrukturen durch die Hintertür aufgebaut werden.“ erklärt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, anlässlich der vom 24. bis 27. November stattfindenden „Medica 2004“ in Düsseldorf.

Die integrierte Versorgung mit Hilfe der elektronischen Vernetzung und der Stand des Projektes bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte von Bundesregierung und Selbstverwaltung gehören in diesem Jahr zu den zentralen Themen der weltgrößten Fachmesse für die medizinische Versorgung. Unter anderem werden dort verschiedene interoperable Branchenplattformen für das Gesundheitswesen vorgestellt.

Die über die verschiedenen TK-Anbieter angeschlossenen Leistungsträger im Gesundheitswesen können hier über die auf einem Server bereitgestellten Patientendaten zugreifen. „Eine branchenübergreifende IT- und Kommunikationslösung, die einen telekommunikationstechnisch neutralen Zugriff ermöglicht, kann daher nur über die Zusammenarbeit mit den verschiedenen alternativen Dienstleistern im TK-Markt erfolgen,“ führt Grützner aus.

Der Umgang mit sensiblen Patientendaten und gesundheitsrelevanten – oft zeitkritischen – Vorgängen stellt höchste Anforderungen an Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der Software, Endgeräte und Übertragungswege. Umfangreiche Daten – etwa bei Kernspin- und Computertomographien, Radiologiedaten und Ultraschallbildern - bevölkern zukünftig die Leitungen zwischen Akut-Kliniken, Reha-Einrichtungen, Facharzt- und Hauspraxen sowie mobilen Pflegediensten. Mit ihren datenintensiven Anwendungen ist die Telemedizin Vorreiter für innovative Mehrwertdienste auf der Basis breitbandiger Netzinfrastrukturen.

„Die Telekommunikationswirtschaft steht hier in der Pflicht. Sie hat in den letzten Jahren Investitionen in Netze und intelligente Kommunikationsplattformen in Milliardenhöhe getätigt und damit die Voraussetzungen für eine flächendeckende Telematik-Infrastruktur geschaffen – als Basis für modernes Wirtschaften in der Telemedizin,“ erklärt Grützner.

Um im Sinne des Bürgers und der Leistungsträger im Gesundheitswesen eine transparente und marktgerechte Dienstleistung sicherzustellen, müssen nun schnellstmöglich die entscheidenden Fragen zur Speicherung der Daten, zu elektronischen Rezepten und Patientenakten als auch zu der Zertifizierung, z.B. bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, geklärt werden.

„Nur so können letztlich alle Beteiligten von einer echten integrierten medizinischen Versorgung profitieren. Patienten vermeiden belastende Doppeluntersuchungen. Ärzte können ihre Entscheidungen aufgrund besserer Informationen treffen und Informationen ohne großen Aufwand über das Netz versenden. Für Krankenkassen ergeben sich weitreichende Kostensenkungspotentiale und auch Krankenhäuser können wegen hochwertiger Befunde einen großen Teil der Diagnostik einsparen,“ so Grützner.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de