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12.04.2005

Initiative "Deutschland will" ins Leben gerufen

VATM unterstützt Breitband-Ausbau mit alternativen Technologien

„Deutschland will“ ist der programmatische Name einer von mehreren TK-Anbietern ins Leben gerufenen Initiative, die heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und nun unter www.deutschland-will.de zugänglich ist. Die Initiative verfolgt das Ziel, durch Bündelung der erforderlichen gesellschaftlichen Kräfte die bedarfsgerechte Versorgung mit Breitband-Internetzugängen der Bevölkerung in Deutschland aktiv voranzutreiben. Unterstützt werden die Aktivitäten dieser offenen Plattform auch vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM). Schirmherr der Initiative ist der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Elmar Müller.

„Deutschland will“ versetzt Gemeinden, Unternehmen und Bürger in den betroffenen Gebieten erstmals in eine aktive Rolle. Sie können über diese Internetseite ihre Interessen und Bedürfnisse direkt artikulieren und geben so potenziellen Anbietern von breitbandiger Anschlusstechnik und Diensten wichtige Entscheidungshilfen für Investitionen in den Breitbandausbau an die Hand. „Es muss allen Beteiligten klar sein, dass dort, wo ehrliche Nachfrage und ein großer Bedarf herrscht, die Unternehmen auch am ehesten aktiv werden," erklärt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Die Initiative entstand vor dem Hintergrund einer hierzulande im europäischen Vergleich dramatischen Unterversorgung mit Breitband-Internetzugängen - ein für den Wirtschaftsstandort Deutschland gravierender Wettbewerbsnachteil. „Deutschland will“ beschränkt sich jedoch nicht darauf, Missstände aufzuzeigen, sondern bietet insbesondere Kommunen, aber auch interessierten Unternehmen und Bürgern die Möglichkeit, sich als Interessenten für breitbandige Internetzugänge registrieren zu lassen. Man belässt es also nicht bei der Auflistung unterversorgter Gebiete, sondern es entsteht eine für Planung und Aufbau der erforderlichen Infrastrukturen wichtige „Bedarfslandkarte Deutschland“.

„Damit geht die Initiative noch einen Schritt weiter als der von uns ebenfalls nachhaltig unterstützte Breitbandatlas, der erstmals in der Geschichte Deutschlands versucht, mit den Daten aller Unternehmen eine ‚Problemlandkarte Breitband’ zu zeichnen,“ führt Grützner weiter aus.

„Anders als der Ex-Monopolist machen wir keine Millionensubventionen und keine Kundenakquisition seitens der Kommunen zur Voraussetzung, um bisher benachteiligte Standorte in Deutschland fit zu machen. Unser Ziel ist eine deutlich verbesserte Kommunikation mit den unmittelbar Betroffenen, um die jeweils wirtschaftlich effizienteste Technologie zum Einsatz bringen zu können und nicht Gemeinden zu einem eigentlich unwirtschaftlichen Zwangsausbau von DSL zu nötigen."

Der VATM unterstützt eine sinnvolle Kooperation aller Beteiligten vor allem auch auf kommunaler Ebene. Er hält demgegenüber jedoch die Verwendung von öffentlichen Geldern zur Subventionierung alter Monopolstrukturen für wettbewerbsverzerrend und zudem ordnungspolitisch nicht vertretbar.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de