Pressemitteilungen

20.05.2005

Wettbewerbsschützer protestieren gegen unseriösen Umgang mit Online-Kunden

VATM: Irreführende Kundeninformationen schaden dem Ansehen der Branche

Was vor kurzem noch im Deutschen Bundestag behandelt wurde - nämlich der Versuch der Branche gemeinsam mit der Politik für mehr Transparenz und Kundenschutz im Kommunikationsmarkt zu sorgen - wird neuerdings auf eine äußerst kundenunfreundliche und intransparente Weise von der Internettochter der Deutschen Telekom AG, T-Online, konterkariert.

Mit einer E-Mail des Unternehmens bekommen Kunden mit Zeit- oder Volumentarifen für den DSL-Internetanschluss, die nicht schnell genug widersprechen, eine verlängerte Kündigungsfrist für das unbegrenzte Surfen im Internet von 1 Jahr aufgebrummt und werden lediglich beiläufig über die Laufzeitverlängerung informiert.

Ein Hinweis darauf, dass der Kunde bisher eine Kündigungsmöglichkeit von nur 20 Tagen hat, erfolgt nicht. Erst im Kleingedruckten, hinter einer Fußnote versteckt, erfährt der Kunde, dass sich sein Vertrag bei nicht fristgerechter Kündigung automatisch jeweils jährlich verlängert. Gegen diese „schweigende Zustimmung“ hat sich jüngst die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerb gewendet und das Unternehmen aufgefordert, diese unlautere Praxis abzustellen.

„Aus unserer Sicht ist eine derartige Vertragsverlängerung unzulässig und sollte von T-Online unverzüglich zurückgenommen werden. Wer mit solchen Methoden versucht, seinen Kunden eine längere Vertragslaufzeit unterzuschieben und sie dem Wettbewerb zu entziehen, muss nicht nur mit dem entschiedenen Widerstand der Verbraucher- und Wettbewerbsschützer rechnen,“ meint Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM. „Auch das Ansehen der gesamten Branche und deren glaubwürdiges Engagement für mehr Transparenz in den Kundenbeziehungen wird durch ein solches Vorgehen beschädigt.“

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de