Pressemitteilungen

13.06.2007

Mehr Geld im Portemonnaie: Deutsche surfen schneller und billiger

VATM-Studie: Trend zu mehr Bandbreite bei immer günstigeren Preisen ungebrochen

Der Hunger der Verbraucher nach mehr Bandbreite wächst, die Preise purzeln. Sogar das superschnelle Internet von bis zu 16 MBit pro Sekunde ist heute günstiger zu haben als noch 1 MBit pro Sekunde vor vier Jahren. Dies bestätigt die vom VATM in Auftrag gegebene Studie der Bad Honnefer WIK-Consult GmbH über die „Entwicklung der ADSL-Endkunden-Preise im Vergleich zur nachgefragten Bandbreite“.
„Unternehmen wie private Haushalte profitieren nicht nur von stetig besseren Leistungen, sondern auch von deutlich spürbaren Entlastungen auf der Ausgabenseite. Jährliche Ersparnisse bei den Kosten für den DSL-Anschluss in Höhe von rund 300 Euro im Vergleich zu 2004 bei gleichzeitig erheblich höherer Bandbreite zeigen die Auswirkungen des Wettbewerbs im DSL-Markt für die Verbraucher“, bewertet VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner die Ergebnisse der Studie, „während anhaltend steigende Preise für andere Versorgungsgüter wie etwa Gas, Strom und Mineralöl die Verbraucher seit Monaten stark belasten.“

Um 37 Prozent sind die durchschnittlichen Entgelte für einen DSL-Anschluss im Zeitraum 2003 bis 2006 gefallen. Waren vor vier Jahren monatlich durchschnittlich 66,91 Euro für eine Bandbreite von meist 1 MBit pro Sekunde zu entrichten, so beliefen sich diese Kosten im vergangenen Jahr nur noch auf durchschnittlich 42,28 Euro. Gleichzeitig sind verfügbare und nachgefragte Bandbreiten stark gestiegen. Die durchschnittlich nachgefragte Bandbreite lag 2006 bei 4,5 MBit pro Sekunde, angeboten wurden vielfach auch schon 16 MBit/s.

Und die heutige Entwicklung im Vergleich zum Jahr 2003 zeigt: Ein DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 16 MBit pro Sekunde war im vergangenen Jahr mit monatlichen Kosten in Höhe von 48,83 Euro rund 25 Prozent preisgünstiger als ein DSL-Anschluss mit 1 MBit pro Sekunde im Jahr 2003.

Gerade der DSL-Markt zeige aber auch, wie wichtig eine effektive Vorleistungs-Regulierung auf den Telekommunikationsmärkten nach wie vor sei, so der VATM-Geschäftsführer weiter. „Als auf Druck des Regulierers vor vier Jahren die Telekom ihre wettbewerbswidrige Dumpingstrategie aufgab, konnte sich Wettbewerb entfalten, in dessen Folge die Wettbewerbsunternehmen mit ADSL 2+ den Turbo für das schnelle Internet entwickelt haben“, erläutert Grützner. „Heute haben wir in Folge dieses Wettbewerbs- und Innovationsschubes niedrige Preise und Wettbewerb statt Monopol.“

Gleichzeitig ist die Teilnehmeranschlussleitung auch heute noch das Nadelöhr auf dem Weg zum Kunden. Gerade angesichts des anstehenden Infrastrukturausbaus auf die Netze der neuen Generation (NGN) müssen Politik und Regulierer den diskriminierungsfreien und technologieneutralen Zugang für die Wettbewerber sicherstellen.

Es wird nun darauf ankommen, dass eine möglichst große Zahl von Kunden in den Genuss hochbitratiger Angebote oberhalb von 8 MBit pro Sekunde kommt. Dabei steht und fällt die weitere Nachfrage nach höheren MBit pro Sekunde nicht nur mit dem High-Speed-Zugang auf der letzten Meile, sondern auch mit attraktiven und erschwinglichen Inhalten. Die Netzbetreiber haben mit Investitionen in Höhe von vielen Milliarden Euro in bestehende und künftige Netzinfrastrukturen ihre Hausaufgaben bereits gemacht.
VATM-Geschäftsführer Grützner ist daher überzeugt: „Nur über eine gemeinsame Erschließung des Marktes und auf dem Wege des gemeinsamen Netzausbaus von Wettbewerbern und Telekom wird es gelingen, die Potenziale von ADSL 2+ voll auszuschöpfen und Kunden flächendeckend und effizient mit hochbitratigen Kommunikationsdiensten zu versorgen.“

WIK-Consult hatte für die Studie die Endkundentarife der sechs wichtigsten DSL-Anbieter auf dem deutschen Markt untersucht. AOL/Hansenet, Arcor, Freenet, T-Online, United Internet und Versatel versorgen über 90 Prozent aller ADSL-Kunden mit Breitbandanschlüssen. In die Berechnung einbezogen wurden die monatlichen Entgelte für den analogen Telefon-Anschluss, den ADSL-Anschluss und die Flatrate für die ADSL-Nutzung. Nicht berücksichtigt wurden Einmal-Entgelte wie Anschlussgebühren oder Hardware-Kosten.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
Tel.: +49 221 376 77-23
E-Mail: ck(at)vatm.de