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28.06.2007

Bundesnetzagentur muss bei Zugang zu Glasfasernetzen nachbessern

VATM: Brüssel stärkt Wettbewerb den Rücken

Die Deutsche Telekom AG (DTAG) hat damit begonnen, ihre alten Netze in moderne Infrastruktur der nächsten Generation - so genannte "Next Generation Networks (NGN)" umzubauen. Mit dieser Umrüstung auf IP-Technologie wird es der DTAG gelingen, Einsparungen zu erzielen, die bereits nach kurzer Zeit deutlich größer sind als die Kosten der Modernisierung ihres alten Netzes.

„Die Wettbewerber im Telekommunikationsmarkt begrüßen diese Investitionen und Netzmodernisierungen und haben der DTAG Gespräche über einen möglichen gemeinsamen Infrastrukturausbau angeboten, um bestehende Effizienzpotentiale bestmöglich zu nutzen“, so Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter für Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V. (VATM).

Die EU-Kommission hat nun die BNetzA aufgefordert, nicht nur den Zugang zu Leerrohren und gegebenenfalls der unbeschalteten Glasfaser zu gewähren, sondern auch Zugangsmöglichkeiten für Wettbewerber zum NGN-Zugangsnetz auf der Ebene der Hauptverteiler zu schaffen. Hier muss die BNetzA nun unverzüglich nachbessern und ihre Marktanalyse entsprechend überarbeiten.

„Wir müssen dafür sorgen, dass der Netzausbau zu einer Erfolgsstory für alle Bürger im Lande wird“, fordert Jürgen Grützner nachdrücklich. Die EU-Kommission und die BNetzA haben erkannt, dass der Versuch der DTAG ihre Netze vor den Wettbewerbern und ihren Kunden abzuschotten, ein nicht hinnehmbarer Nachteil für den Technologiestandort Deutschland wäre.

Die BNetzA hat zugesagt, schnellstens Klarheit über die zukünftigen Zugangsmöglichkeiten zu schaffen. „Wir sind sicher, dass es uns gelingen wird, den zentralen Wachstumsmarkt Kommunikationstechnologie weiter auf Erfolgskurs zu halten und dabei neue Monopolstrukturen zu verhindern“, so Jürgen Grützner abschließend.

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