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26.11.2012

Vectoring im Wettbewerb fördert Breitbandziele von Bund und Ländern

Das Thema Vectoring zur Aufrüstung der TK-Kupfernetze wird derzeit heiß diskutiert. Die Telekom versucht mit aller Kraft, die geltenden Zugangsrechte der Wettbewerber auszuhebeln. Am heutigen Montag steht Vectoring erstmals auf der Tagesordnung des Beirates der Bundesnetzagentur. Er setzt sich aus Vertretern von Bundestag und Ländern zusammen.
 
Der VATM befürwortet generell den Einsatz dieser Technologie, um VDSL-Leitungen schneller zu machen. Nur: Die Technologie sollte von allen TK-Anbietern, die in den Breitbandausbau investieren wollen, eingesetzt werden können. Dies ist auch problemlos möglich, während die Telekom mit einem technischen Scheinproblem die Regulierung und letztlich die Investitionen der Wettbewerber aushebeln möchte.

Ein Zugangsverbot in ganz Deutschland zu den Kabelverzweigern (KVz) für alle Wettbewerber und die alleinige Möglichkeit für die Telekom Vectoring auszubauen, so wie es der Konzern fordert,  sind absolut kontraproduktiv für eine mögliche „Erfolgsstory Vectoring“ und den weiteren Breitbandausbau – vor allem auf dem Lande.  Die Telekom möchte nach eigenen Angaben vor allem in bereits versorgten Ballungsgebieten ihr Netz aufrüsten, um der Konkurrenz durch die Kabelnetzbetreiber zu begegnen. Die Wettbewerber möchten Vectoring in erster Linie bei der Erschließung in ländlichen Regionen einsetzen. Daher wäre es unnötig und unverantwortlich, die Kabelverzweiger zukünftig allein für die Telekom zu blockieren und damit KVz-Erschließungen und die Investitionssumme der Wettbewerber auszuschließen.

Wenn alle die gleiche Chance auf Vectoring haben, kann eine wesentlich höhere und schnellere Abdeckung erreicht werden.
 
Der Zugang zum KVz ist einer der Grundpfeiler der Marktliberalisierung im TK-Markt, von der die Endkunden seit vielen Jahren profitieren. Eine Änderung dieser Regulierung und alleiniges KVz-Zugangsrecht für den Ex-Monopolisten wäre fatal für den Infrastrukturwettbewerb und die Produktvielfalt/-entwicklung am Markt.

Kontakt

Corinna Keim
Leiterin Kommunikation und Presse
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