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31.10.2012

SEPA-Umstellung verursacht bei Telcos hohen Anpassungsaufwand

Migration auf einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr frühzeitig angehen - Gemeinsame Informationsveranstaltung von BUGLAS und VATM

Köln, 31. Oktober 2012. Die Umstellung der Zahlverfahren auf SEPA (Single Euro Payment Area) zum 1. Februar 2014 macht bei Telekommunikationsanbietern Anpassungen in den verschiedensten Unternehmensbereichen erforderlich. Die Branche sollte daher die Migration auf den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr und die Einleitung der damit verbundenen Prozesse frühzeitig angehen, so das Fazit der Informationsveranstaltung, die der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) und der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) gemeinsam am 29. Oktober 2012 in Köln für ihre Mitgliedsunternehmen ausgerichtet hatten.

Dass SEPA mehr ist als die bloße Umstellung von Bankleitzahlen und Kontonummern auf BIC (Business Identifier Code) und IBAN (International Bank Account Number), erläuterte Frank Abschlag, Leiter Electronic Banking bei der Sparkasse Köln/Bonn, in seinem Einführungsvortrag. Durch die mit dem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr verbundene Einführung neuer Datenaustauschformate und Lastschriftmandate müssen sich nach seiner Auffassung neben Rechnungswesen, Treasury und Buchhaltung auch die Unternehmensbereiche Vertrieb, Einkauf, Kunden-Service, Personal, Recht und IT mit dem Thema SEPA befassen. Abschlag riet daher den über 30 Teilnehmern der Informationsveranstaltung, die SEPA-Umstellung frühzeitig anzugehen.

Die SEPA-Einführung über ein Phasenmodell mit Programmvision, Analyse, Planung, Umsetzung und Umstellung zu organisieren, empfahl Joachim Depper, Geschäftsführer der Mediaan ABS Deutschland GmbH. Dabei böte sich nicht nur die Gelegenheit, den bei der Einholung der neuen SEPA-Lastschriftmandate entstehenden Kontakt für ein positives Kundenerlebnis zu nutzen, sondern auch die Architektur der im eigenen Unternehmen eingesetzten Systeme, Schnittstellen und Prozesse zu überprüfen.

SEPA stellt auch für das Forderungsmanagement eine wichtige Herausforderung dar. Jens Ackermann, Geschäftsführer der SNT Inkasso GmbH und bei der GFKL Financial Services AG zuständig für strategische Projekte, wies in seinem Vortrag darauf hin, dass im einheitlichen Euro-Zahlungsverkehr verlängerte Fristen für den Widerspruch gegen Lastschriften bestehen. Damit steige das Zahlungsausfallrisiko deutlich an. Daher müsse in der TK-Branche besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, Zahlungsausfälle durch nicht SEPA-konforme Lastschriften zu vermeiden.

Wie sich durch eine Online-Präsentation von Rechnungen in Echtzeit und die Einführung von Customer Selfcare im Bereich der Rechnungsdaten der Mehrwert für Geschäftskunden steigern lässt, zeigten Marc Hölzel, Senior Project Manager der Ergon Informatik AG und Dominik Moser, Vice President Telecom Solutions bei Ergon, auf. Der Geschäftskunde könne so, abgestimmt auf seine individuellen Anforderungen, Rechnungsdaten kontrollieren, elektronisch auswerten, sie direkt auf verschiedene Kostenstellen verteilen und in andere Systeme exportieren. Der Telekommunikationsanbieter profitiere dabei von höherer Kundenzufriedenheit und der Vereinfachung seiner eigenen Rechnungsstellung.

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Leiterin Kommunikation und Presse
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