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07.08.2012

Umstellung auf Tarifansage im Call-by-Call erfolgreich verlaufen

Köln, 07. August 2012. Am 10. Mai 2012 trat das neue Telekommunikationsgesetz in Kraft. Es hat unter anderem alle auf dem deutschen Markt aktiven Call-by-Call-Anbieter dazu verpflichtet, Verbraucher ab dem 1. August 2012 in einer Tarifansage vor jedem Gespräch und während des Gesprächs bei einer Tarifänderung über den aktuellen Minutenpreis zu informieren. Bis dahin war die Tarifansage jedem Anbieter selbst überlassen. Die Änderung des Telekommunikationsgesetzes bedeutete für Call-by-Call-Anbieter eine große technische Herausforderung. Die Umstellung hat dennoch aus Sicht des VATM reibungslos funktioniert. „Der Wechsel hat nach Rückmeldungen der im Verband vertretenen Anbieter ohne größere Probleme und Verzögerungen geklappt“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. „Pünktlich zum Stichtag am 1. August haben die Call-by-Call-Anbieter, die die Ansage nicht schon hatten, ihre Systeme umgestellt.“

Call-by-Call stelle immer noch eine sehr wichtige Alternative insbesondere zu „teureren Zielen“ etwa bei Auslandstelefonaten dar. 2011 haben mehrere Millionen Kunden rund 66 Millionen Minuten täglich über eine Betreiber- oder Betreibervorauswahl telefoniert. „Auch mittelfristig bleibt diese Variante der Netzbetreiberauswahl insbesondere für solche TK-Nutzer wichtig, die der Telekom Deutschland nicht »den Rücken kehren« wollen oder – technisch – können“, unterstreicht Grützner.

In sehr seltenen Fällen kann es bei älteren Endgeräten, die eine vorgeschaltete Tarifansage technisch nicht verarbeiten können, bei einem Verbindungsaufbau zu Problemen kommen. Darauf hatte der Verband im Vorfeld der Verpflichtung auch mehrfach hingewiesen. Faxgeräte, EC-Terminals oder auch Hausnotrufe können in Einzelfällen hiervon betroffen sein. Ein Problem, das nur die Hersteller und Betreiber der Endgeräte lösen können, nicht aber die Call-by-Call-Anbieter. Der VATM empfiehlt darum allen Call-by-Call-Nutzern und den Gerätebetreibern, die Funktionsfähigkeit der jeweiligen Endgeräte zu testen. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Geräte weiter einwandfrei funktionieren“, sagt Grützner. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man das jedoch kurz testen oder den Betreiber fragen.“

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