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Topthemen der TK-Branche: Von
Breitband 2025 über EU-Review bis Vectoring II

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zeit zum Nachdenken – Deutschland kann das besser.

Mit ihrer Entscheidung, eine vertiefte Prüfung der Vectoring-Entscheidung vorzunehmen, hat die EU-Kommission Deutschland Zeit verschafft: Zeit für die Politik, die Bundesnetzagentur (BNetzA) und die Marktteilnehmer; Zeit, die wir dringend nutzen müssen, um uns von einem Monopolangebot zu lösen, das die Migration zur Gigabit-Gesellschaft behindert, den Wettbewerb aushebelt und Investoren verprellt.

Die Deutsche Telekom macht einen guten Job – aber sie macht ihn aus Sicht einer Aktiengesellschaft und nicht mit der Blickrichtung einer verantwortungsvollen Politik, die das Beste für Deutschland und nicht das Beste für ein einzelnes Unternehmen herausholen muss. Ziel der Politik muss es sein, so schnell und so weitgehend wie möglich Glasfasernetze auszurollen, um wettbewerbsfähig mit anderen Industrienationen zu bleiben.

Es ist für den Eigentümer der alten Kupfernetze auch legitim, die teure Modernisierung nur stückchenweise vorzunehmen und die abgeschriebenen Netze so lange wie möglich zu nutzen. So gesehen ist es auch verständlich, den Bedarf in zehn Jahren mit nur 208 Mbit/s zu prognostizieren. Sinn für Deutschland macht das freilich nicht. Planungssicherheit für die Wirtschaft bedeutet nicht, ständig darauf angewiesen zu sein, dass immer nur dann, wenn dringend nötig wieder ein Stückchen Kupfer gegen Glasfaser ausgetauscht wird. Dies geschieht zum Beispiel bei G.Fast. So bewegt man sich lediglich in Trippelschrittchen in Richtung echtem Glasfaseranschluss.

Zu Recht weist die BNetzA daraufhin, dass Vectoring den Bürgern in ländlichen Bereichen nutzt – das ist unbestritten. Doch der Monopolausbau, so wie ihn die Telekom betreiben will, bedeutet vielerorts lediglich eine Abdeckung von nur 75 % – und den verzögerten Ausbau mit FTTB/H. Im Ergebnis ist dies ein sehr schlechter Deal fürs Land. Das geht besser! Das Förderprogram der Bundesregierung könnte – wenn es sinnvoll genutzt wird – eine erheblich höhere Abdeckung erreichen, den schnelleren Ausbau mit FTTB/H vorantreiben, den Wettbewerb stärken und Investoren überzeugen, auf den Wirtschaftsstandort Deutschland zu vertrauen.

Hier in Deutschland gibt es keine Not, auf neue Monopole zu setzen. Die Zeit, die die EU-Kommission für die intensive Prüfung jetzt benötigt, sollte in Deutschland dazu genutzt werden, dass alle Beteiligten aufeinander zugehen und offen für neue Lösungsansätze sind. Gleichzeitig muss die Politik der BNetzA die Chance geben, deutlich weiter nach vorne zu blicken als nur bis zum Jahr 2018. Ein bisschen Nachflicken am Telekom-Angebot wird da keinesfalls ausreichen. Nur gemeinsam können wir es schaffen – gegeneinander schaffen wir es nicht.

Ihr

Martin Witt
Präsident des VATM e. V.


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Ausgabe 1-2016
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