12.05.2016

„Symphony“ auf CCW und CeBIT

Premiere für das das Forschungsprojekt „Symphony“: Erstmals präsentierte das Konsortium in diesem Jahr das Projekt unter dem Motto „Neue Geschäftsmodelle sichern Zukunftsfähigkeit – Chancen durch Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen“ auf der Call Center World (CCW) in Berlin – mit einem eigenen Stand und mehreren Veranstaltungen. Mit der Plattform „Symphony“ soll ein Online-Marktplatz geschaffen werden, auf dem Unternehmen in Zukunft IP-basierte Telekommunikations-Dienste vergleichen, auswählen, kombinieren, buchen und verwalten können. Das Forschungs- und Entwicklungs-Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der High-Tech-Strategie 2020 gefördert. Auf der CeBIT war „Symphony“ erneut auf dem Gemeinschaftsstand des BMWi vertreten.

Im Rahmen eines „Symphony-Symposiums“ auf der CCW machte der Digitalisierungsexperte und Buchautor Karl-Heinz Land als Kenner und Vordenker dieser Wandlungsprozesse in seinem Vortrag „Dematerialisierung: Die Neuverteilung der Welt in Zeiten des digitalen Darwinismus – Chancen und Risiken der Digitalisierung von Prozessen und Dienstleistungen“ deutlich, wie digital getriebene Transformationsprozesse in Unternehmen erfolgreich gestaltet werden können. Dass in diesen Veränderungen gerade für den Mittelstand in Deutschland auch Chancen liegen, machte die anschließende Fragerunde mit Vertretern des Symphony-Projektkonsortiums deutlich. Axel Schmitz-Tewes (IN-telegence GmbH) und Uwe Lutter (adesso AG Hamburg) zeigten konkret auf, welche Vorteile die IP-basierte Diensteplattform Symphony für ITK-Unternehmen zukünftig bietet.

„Für Anwender ergibt sich eine vorteilhafte Situation: Sie können sich auf einer Plattform umfassend über geeignete Anbieter verschiedener IKT-Dienste informieren, Services buchen und unterschiedliche Produkte kombinieren“, so Uwe Lutter zum Ansatzes des Symphony-Projektes. Den Nutzern werde ein einheitliches Front-End für die Konfiguration aller auf dem Marktplatz angebotenen ITK-Dienste zur Verfügung gestellt. Auch der Anbieterwechsel lasse sich einfach gestalten. „Die Plattform wird einen Beitrag zur Unterstützung insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Nutzung von IP-basierten IKT-Diensten leisten – und somit auch beim digitalen Wandel“, unterstrich Axel Schmitz-Tewes.

Eine zweite Premiere war der erstmalige Messerundgangs des BMWi auf der CCW, für den der VATM Dr. Daniela Brönstrup, Leiterin der Unterabteilung Ordnungsrahmen Digital- und Postpolitik, gewinnen konnte. Im Anschluss hatte der Verband einen Branchentreff zu den aktuell wichtigsten Themen organisiert. Ein weiterer Programmpunkt war die sehr interessante Panelrunde „Quo vadis Innovationsstandort Deutschland?“ in Kooperation von CC Club und VATM. Hier diskutierten Dr. Daniela Brönstrup (BMWi), Uwe Richter (HSE24) und Jürgen Grützner (VATM) – moderiert von Udo Schüring (CC Club).

Aufgrund der sehr erfolgreichen Messeteilnahme wird „Symphony“ auch 2017 auf der CCW vertreten sein.

Auf der CeBIT präsentierte sich das Forschungsprojekt erneut auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums. Dort beantworteten Vertreter des Projektkonsortiums die Fragen interessierter Anwender- und Anbieterunternehmen – und der Politik. BMWi-Staatsekretärin Brigitte Zypries kam zu Besuch und tauschte sich unter anderem mit VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner über den aktuellen Stand des Projekts aus. Im Rahmen der Vortragsreihe „Forum CeBIT 2016“ informierten Axel Schmitz-Tewes und Uwe Lutter über die Chancen der Digitalisierung im IKT-Markt und welchen Beitrag „Symphony“ im Zuge der Entwicklung leisten kann.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Symphony schafft die Grundlagen einer digitalen Plattform für IP-basierte Informations- und Telekommunikations-Dienste. Dabei geht es um die Frage der Kombinierbarkeit von heterogenen IKT-Diensten, die eine einfache Abwicklung auf der Plattform von der Buchung bis zur Abrechnung ermöglichen und die Öffnung eines breiteren Kundenspektrums sowie neue Marktzugänge für Anbieter von IKT-Diensten gewährleisten.

In einer ersten Phase bis Sommer 2016 wird die technische Machbarkeit anhand einer prototypischen Entwicklung geprüft. Am Ende einer zweiten Projektphase soll Symphony als eine gemeinsame und offene Plattform für IKT-Anbieter und -Anwender stehen und dem IKT-Markt durch Preistransparenz, Vergleichbarkeit und Kombinierbarkeit von IKT-Diensten nachhaltige Impulse liefern.

Weitere Informationen unter www.ikt-symphony.de/, www.vatm.de und auf der ANGA COM in Köln (7. bis 9. Juni 2016, Köln-Messe, Halle 10.1, Stand U9).