14.09.2015

VATM-Sicherheitskongress:
Noch Lernbedarf beim Umgang mit Daten

Datensicherheit und Datenschutz sind in Deutschland nach wie vor hochsensible Themen, deren Ausgestaltung von Verantwortlichen in Politik und Regierung, in der Wirtschaft, bei den Datenschützern und dem Bund Deutscher Kriminalbeamte durchaus kontrovers bewertet werden.

Auf dem ersten VATM-Sicherheitskongress Anfang November, der unter dem Motto „Deutschland am Scheideweg – Sicherheit um jeden Preis – Opfern wir den Datenschutz?“ stand, wurden diese zentrale Fragen in zwei hochspannenden Panelrunden intensiv diskutiert. Für das Bundesministerium des Innern betonte der zuständige Parlamentarische Staatsekretär, Dr. Ole Schröder, dass das IT-Sicherheitsgesetz der Branche einen großen Schub für die Sicherheit gebracht habe.

Mehr Eigenverantwortung und mehr Engagement für die eigenen Sicherheitsansprüche und Industrienormen forderten Vertreter aus den Reihen der Politik, des Datenschutzes und der Kriminalpolizei von deutschen und europäischen Unternehmen. Im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung, so eine Forderung aus Sicht der Datenschützer, dürften zudem nur Verkehrsdaten und keine Inhalte gespeichert werden.

Klare Lösungen im Interesse von Verbrauchern und Unternehmen forderten die Diskutanten der TK-Branche. So könne IT-Sicherheit nicht allein der Job der Unternehmen sein. Hier seien auch der Staat und die Anwender in der Pflicht. Aufgabe aller Beteiligten muss es sein, Datenschutz und Datensicherheit in Einklang zu bringen. Auch seien technische Sicherheitslösungen wie Datenintegrität und -governance für das Sicherheitsbedürfnis der Unternehmen entscheidend. Deutschland, so das Fazit der Unternehmensvertreter, verfüge bereits heute über einen hohen Datenschutzstandard, der im internationalen Vergleich durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein könne. Die dafür notwendigen Investitionen dürften allerdings nicht allein zulasten der TK-Branche gehen.

Lesen Sie hier mehr zu den einzelnen Panelrunden und den Teilnehmern.

Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung der Panda Security statt.

(Bild: Frank Ossenbrink)