14.09.2015

Weichenstellung: Neue DB-Richtlinie für schnellen Breitbandausbau

Zu erheblichen Schwierigkeiten beim Breitbandinfrastruktur-Ausbau führt bislang die Querung von Trassen der Deutschen Bahn (DB). Ausbauende TK-Unternehmen müssen dazu mit der DB so genannte Gestattungsverträge nach bahninternen Richtlinien abschließen – mit höchst unterschiedlichen Bedingungen und Konditionen sowie entsprechend langen Wartezeiten. Oft wurde aufwändig um Bahnlinien herumverlegt, da ein Warten auf eine Gestattung durch die Bahn den Infrastrukturausbau so enorm verzögert hätte, dass dies wirtschaftlich keinen Sinn gemacht hätte. Dieses Verfahren soll ab 1. Januar 2016 dank einer verbindlichen DB-Fernmeldekreuzungsrichtlinie verbessert und deutlich beschleunigt werden.

Dies ist der Erfolg von intensiven Gesprächen, die der VATM zusammen mit der Telekom bereits seit Anfang 2013 mit der Deutschen Bahn geführt hat. Damit die TK-Kreuzungsrichtlinie für die gesamte Branche verbindlich sein konnte, wurden Ende 2013 auch Breko und Buglas zu den Verhandlungen geladen. Anfang September 2015 konnten die Gespräche endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Man ist sich mit der Bahn nun in allen Punkten einig. Das Inkrafttreten der Richtlinie zum Januar 2016 hängt nun nur noch von der Zustimmung des Eisenbahnbundesamtes und einer zügigen Unterzeichnung  durch die Parteien ab. Das Zustimmungsverfahren ist bereits in die Wege geleitet und soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.