17.10.2014

Notruftag zur Revision der Richtlinie

Durch die Revision der Technischen Richtlinie Notruf von Mitte 2011 wurde das Zuordnungskriterium für die Notruflenkung von der Ortsnetzkennzahl auf das Verwaltungsgebiet (den Amtlichen Gemeindeschlüssel mit Flächenbezeichnender) umgestellt. Inzwischen muss diese neue Anforderung verbindlich bis 30. September 2014 von allen Teilnehmer- Netzbetreibern umgesetzt werden. Zu diesem Thema und den Stand der Einführung des Verfahrens fand in der Berliner Geschäftsstelle des VATM der 3. Notruftag des Mitgliedunternehmens DOK SYSTEME statt.
 
Bei der Veranstaltung wurden Informationen aus erster Hand geboten. So referierte Wilfried Lange von der Bundesnetzagentur über die „Umsetzung der TR Notruf und den Stand der gemeindebasierten Notruflenkung“. Dabei wurden auch einige Fragen und Problemstellungen diskutiert. Lange bekräftigte, dass Carrier bei der Umsetzung von Notrufen aus IP-Netzen ab 30. September 2014 nicht mehr ortsnetzbasiert routen dürfen.
 
DOK SYSTEME stellte bei der Veranstaltung die ITK-Lösung „ECR (Emergency Call Routing) Systems“ vor und erläuterte, wie der genannten Verpflichtung nachgekommen werden kann. Aus der Praxis berichtete Bernhard Harz, Leiter IT bei der Feuerwehr Berlin, bei seinem Vortrag „Technische Herausforderungen bei der Standortbestimmung eines Notrufenden“. Harz sprach sich dabei ebenfalls für eine Übertragung der Koordinaten an die Abfragestellen aus. Je eindeutiger die Informationen zum Standort des Anrufers sind, desto schneller können die Rettungsdienste im Notfall reagieren.
 
Weitere Informationen zur Revision der Technischen Richtlinie Notruf erhalten Sie bei Dr. Frederic Ufer, Tel. 0221/376 77 22, E-Mail: fu(at)vatm.de.