18.01.2013

VATM sichert sich Rechte über die Weitersendung von Fernsehprogrammen

Auch in den vergangenen Wochen lud der VATM seine Mitgliedsunternehmen wieder zu einer Reihe interessanter Veranstaltungen zu aktuellen Themen – unter anderem einem TV-Workshop, dem traditionellen Mehrwertedienste-Tag und dem noch recht jungen Arbeitskreis Smart Grid. Bei dem TV-Workshop hatte der Verband besonders frohe Kunde: Ihm ist die Sicherung von Fernsehrechten gelungen. Dies bietet deutliche Rabatte für TK-Unternehmen und gleicht Wettbewerbsnachteile gegenüber Kabelnetzbetreibern aus, um nachfragegerechte Bündelprodukte gestalten zu können.

 
TV-Workshop: Der Fernseher ist nach wie vor das meistgenutzte Gerät im Haus. Doch statt – wie in der Vergangenheit vorhergesagt – vom Internet abgelöst zu werden, verschmelzen die Medien immer mehr. Die künftigen Nutzungsmöglichkeiten, ihre rechtlichen Rahmenbedingungen, die technischen Entwicklungschancen und die sich daraus ergebenden Geschäftsmodelle (u.a. lineares Fernsehen, IPTV, Hybrid TV, Video-on-Demand) standen im Mittelpunkt eines Workshops „Rechte, Technik und Geschäftsmodelle“ , zu dem der VATM in die Räume der Sozietät CMS Hasche Sigle in den Kölner Kranhäusern eingeladen hatte.

Gestartet werden konnte die Veranstaltung mit der Bekanntgabe einer kleinen Sensation: Nach langen Verhandlungen mit der GEMA ist es dem VATM gelungen, die Rechte über die Weitersendung von Fernsehprogrammen zu sichern. VATM-Mitgliedern stehen zukünftig erhebliche Rabatte bei der Nutzung von Fernsehrechten zu. Für viele Unternehmen hat dies unmittelbar deutliche Kosteneinsparungen zur Folge oder derartige Kosteneinsparungen können zukünftig im Hinblick auf die sich wandelnden Geschäftsmodelle sichergestellt werden. Der Verband wird dieses Thema in den nächsten Monaten mit den Fernsehanstalten sowie den Dienste- und Technikanbietern konsequent vorantreiben und den Nutzen für die Mitglieder erhöhen. Mit weiteren Workshops, die die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten im Fokus haben, wird der VATM das Thema weiterentwickeln. Ausführlicher Bericht.

AMWD-Tag: Zum inzwischen neunten Mal traf sich die im VATM organisierte Auskunfts- und Mehrwertdienstebranche zum ganztägigen VATM-Workshop in Köln. Das gut besuchte Treffen bei Gastgeber digame diente dem Meinungs- und Informationsaustausch der Branchenvertreter zu aktuellen Themen und branchenspezifischen Entwicklungen wie Nummerierung, kostenlose Warteschleife und Verbraucherrechtelinie. Als Referent geladen war unter anderem auch Karsten Schierloh, zuständiger Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur. Er informierte die Branche über die - aus Sicht der Regulierungsbehörde - zu erwartenden zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Nummerierung.

Aus Sicht der Deutschen Telekom erläuterte Reinhold Wonner, Leiter des Mehrwertdienstebereichs bei der DTAG, den Stand bei der kostenlosen Warteschleife. Ein weiterer wichtiger und kontrovers diskutierter Punkt bei der Veranstaltung war die anstehende Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie in nationales Recht. Zur Diskussion gestellt wurden zudem von Thomas Börner (Jesta Digital) die Chancen und Perspektiven einer Selbstregulierung mobiler Bezahldienste.

Arbeitskreis Smart Grid: Die Energiewirtschaft diskutiert über das Gelingen der Energiewende und neue Technologien und Verfahren wie Smart Grid und Smart Meter. Das Auslesen der Zähler beim Kunden ist mitunter Voraussetzung für ein intelligentes Management des Stromverbrauchs. Hieraus ergibt sich insbesondere für die TK-Branche ein völlig neues Anwendungsgebiet, denn die Daten, die in Zukunft massenweise vor Ort beim Nutzer anfallen, müssen zur Auswertung zum Stromanbieter transportiert werden. Der Arbeitskreis Smart Grid im VATM lud deswegen seine Mitglieder in die Räumlichkeiten des Gastgebers QSC AG ein, um über die neuesten  Entwicklungen im Bereich Smart Meter zu informieren.

Dazu gehörten Beiträge zu Standardisierung und Normierung, Präsentationen von Techniklieferanten zu der aktuellen Hardware und zukünftigen Entwicklungen sowie ein Beitrag eines spezialisierten Rechtsanwalts, der die rechtlichen Implikationen beim Einsatz von Smart Metering beleuchtete. Besonderes Interesse löste der Vortrag von Bernhard Fey aus, verantwortlich bei der Kölner Rheinenergie für den „30.000 Roll-Out“ des Energieversorgers, bei dem im Kölner Stadtgebiet 30.000 Smart-Meter Messstellen installiert wurden. Der AK Smart Grid wird im Frühjahr zur nächsten Präsenzsitzung einladen.